"Game of Thrones": So war die erste Folge von Staffel sieben

"Game of Thrones": So war die erste Folge von Staffel sieben
Daenerys Targaryen (Emilia Clarke) will die Sieben Königslande erobern © © [2017] Macall B. Polay/Home Box Office, Inc. / Sky, SpotOn

Achtung, Spoiler!

Endlich ist es soweit: Die mit Spannung erwartete siebte Staffel der Hit-Serie "Game of Thrones" ist gestartet. Ist Daenerys Targaryen (Emilia Clarke) in Westeros angekommen? Welche Pläne hat Jon Schnee (Kit Harington) im Norden? Und was heckt Cersei Lennister (Lena Headey) in Königsmund aus? Das ist in der ersten Folge passiert... Achtung, lesen Sie nicht weiter, wenn Sie keine Spoiler erfahren wollen!

Arya Stark trumpft auf

Gleich die ersten Minuten haben es in sich: Noch ehe der typische Episoden-Vorspann ertönt, erscheint Walder Frey (David Bradley) auf dem Bildschirm. Wir erinnern uns: Arya Stark (Maisie Williams) hat ihm an Ende der sechsten Staffel in die ewigen Jagdgrüne verbannt. Heißt das, wir sehen einen Rückblick? Frey hat seine Männer um sich geschart, um mit einem guten Tropfen Wein zu feiern. Doch statt eines ausgelassenen Festes erwartet sie alle eins: der Tod. Denn unter dem Gesicht von Walder Frey steckt Arya, die auf einen Schlag die Frey-Sippe ausgelöscht hat - bis auf seine junge Frau. Doch damit nicht genug!

Fans erleben in der ersten Folge auch den angekündigten Cameo-Auftritt von Pop-Star Ed Sheeran (26, "Shape of You"). Mini-Auftritt trifft es wohl eher, denn der Brite ist nur wenige Minuten zu sehen. Ehe man ihn sieht, hört man ihn. Denn Ed macht das, was er wohl am besten kann: Singen! Gemeinsam mit Lennister-Soldaten sitzt er im Wald an einem Feuer als Arya hoch zu Ross vorbei kommt. "Ich mag das Lied", sagt sie, als sie bei den Männern stoppt. "Es ist neu", erwidert Soldat Ed. Außer diesem Satz bleibt der Sänger stumm. Arya sitzt neben ihm am Lagerfeuer, doch die Unterhaltung führt sie mit seinen Gefährten, ehe sie ihre Pläne verkündet: "Ich werde die Königin töten!" Am schallenden Gelächter der Männer zu urteilen, glauben sie ihr kein Wort. Doch mit Arya Stark ist derzeit nicht zu spaßen...

Spannungen im Norden

Im Norden hält Jon Schnee (Kit Harington) weiter Kriegsrat - und gerät mit seiner Schwester Sansa Stark (Sophie Turner) aneinander. "Es gibt also keine Strafe für Verrat und keine Belohnung für Loyalität?", fragt sie den frisch gebackenen König des Nordens, der den Verrätern vergeben will. Auch wenn wohl ein Fünkchen Wahrheit in ihrer Frage steckt, sollte sie wissen, dass man eine Regel besser niemals bricht: sich gegen die eigene Familie zu stellen. Das kann böse enden. Die beiden diskutieren unter vier Augen weiter. Sansa versucht, ihren Bruder davon zu überzeugen, dass er schlauer sein müsse, als ihr verstorbener Vater und ihr toter Bruder.

Ein Rabe aus Königsmund unterbricht sie: Königin Cersei (Lena Headey) schickt Grüße. Sansas Bemerkung dazu lässt Jon aufhorchen: "Du klingst fast so, als würdest du sie bewundern", stellt er etwas irritiert fest. "Ich habe viel von ihr gelernt", lautet Sansas Antwort. Was der Norden weiß: Drachenglas kann die Weißen Wanderer töten. Und Samwell Tarly (John Bradley-West) findet in der Zitadelle heraus, wo es welches gibt: in Dragonstone. Außerdem stößt Sam auf ein familiäres Gesicht: Jorah Mormont (Iain Glen) reckt ihm aus einer Zelle den entstellten Arm entgegen. Sein einziges Interesse: Ist Daenerys Sturmtochter (Emilia Clarke) schon zurückgekehrt?

Was hat Cersei vor?

Nicht nur im Norden zanken sich Geschwister. Auch zwischen Cersei (Lena Headey) und Jaime Lennister (Nikolaj Coster-Waldau) herrscht dicke Luft. Während er über den Selbstmord ihres Sohnes Tommen (Dean-Charles Chapman) sprechen will, interessiert sie nur eines: Wie sie ihre Feinde, die sich von allen Seiten nähern, besiegen können. "Du hast Angst vor mir", sagt sie ihrem Liebhaber. "Sollte ich Angst haben?", fragt er zurück. Man wird das Gefühl nicht los, dass diese leidenschaftliche Inzest-Beziehung ihren Zenit überschritten hat.

Jaime stellt zudem nüchtern fest, dass sie ohne Verbündete die Sieben Königslande nicht halten können. "Denkst du, ich habe Vater 40 Jahre zugehört und nichts gelernt?" Cersei, wäre eben nicht Cersei, wenn sie nicht schon Verstärkung angefordert hätte: Euron Graufreud (Pilou Asbæk) rückt mit seinen Schiffen an. Mit einem neuen Haarschnitt und einer coolen Lederjacke macht er Cersei den Hof. Er will sie heiraten. Doch die Königin lehnt ab. Das spornt ihn nur mehr an. Er will ihr ein Geschenk besorgen und wiederkommen. Was wird dieses ominöse Geschenk wohl sein?

Dany kommt nach Hause

Ehe man sieht, wie Daenerys Targaryen (Emilia Clarke) zurück nach Hause kommt, überrascht Sandor Clegane (Rory McCann), der Bluthund, mit einer guten Tat. Gemeinsam mit der Bruderschaft ohne Banner kehrt er in einem verlassenen Farmhaus ein. Der Bauer und seine Tochter haben sich das Leben genommen, ehe sie zu Tode gehungert wären. Es handelt sich dabei um die beiden Personen, die den Bluthund und Arya Stark in Staffel vier geholfen hatten. Sandor Clegane hatte dem Bauer schließlich sein Geld geklaut, da er sowieso sterben werde. Nun schaufelt er ihm und seiner Tochter ein Grab und erklärt, diesen Tod hätten sie nicht verdient. Wer hätte gedacht, dass der Bluthund diese Verwandlung durchmachen würde?

Die letzten Minuten der Folge gehören der Mutter der Drachen. Sie kommt gemeinsam mit Tyrion Lennister (Peter Dinklage) und Co. in Dragonstone an. Dany kniet am Strand nieder und berührt mit ihrer Hand den Sand, den Boden ihrer Heimat. Sie ist zurück. Gewaltig wirkt die Festung. Die Bilder sprechen für sich - die Darsteller sagen kein Wort, auch nicht als sie gemeinsam den Thronsaal betreten, Dany vor dem Thron innehält oder ein Banner von der Decke reißt. Im Strategieraum, wo einst Stannis Baratheon (Stephen Dillane) Pläne schmiedete, umkreist sie mit Tyrion die riesige Landkarte. "Sollen wir anfangen?" hört man sie noch sagen. Wie sieht ihr Plan wohl aus? So viel steht fest: Das lange Warten auf die neuen Folgen hat sich mehr als gelohnt!

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