"Game of Thrones": Jack Gleeson verteidigt Serien-Gewalt gegen Frauen

"Game of Thrones": Jack Gleeson verteidigt Serien-Gewalt gegen Frauen
Viele "Game of Thrones"-Fans lernten Blondschopf Jack Gleeson im Verlauf der Serie hassen. © Evan Agostini/Invision/AP

Der Serien-Hit "Game of Thrones" pflegt eine fragwürdige Form der Gleichberechtigung zwischen Mann und Frau. Denn unabhängig des Geschlechts muss im Grunde jeder Charakter früher oder später ein grausiges Martyrium ertragen, dem nicht selten der Tod der Figur folgt. Dennoch geriet die Show bei vielen Zuschauern speziell wegen der Darstellung von Gewalt gegen Frauen zuletzt in die Kritik. Ausgerechnet Jack Gleeson (23), der als Serien-Scheusal Joffrey Baratheon mit am meisten für das Leid weiblicher Charaktere verantwortlich war, hat sich nun im Interview mit "Moviepilot" zu dem heiklen Thema geäußert.

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Heikles Thema

Stein des Anstoßes für den Fan-Aufruhr war eine Szene in Staffel fünf, in welcher die ohnehin vom Schicksal schwer gebeutelte Sansa Stark (Sophie Turner, 19) von dem Sadisten Ramsey Bolton (Iwan Rheon, 30) vergewaltigt wird. Auf die Szene angesprochen entgegnet Gleeson: "Ich denke, es hängt immer davon ab, wie man eine derartige Handlung darstellt. Wird es in irgendeiner Form als cool dargestellt, in ein Unterhaltungsprodukt verwandelt? (...) Oder macht man es, um auf die Probleme des sexuellen Missbrauchs hinzuweisen?"


Diesen Gedankengang erklärte er im Folgenden noch genauer: "Als ein 23-jähriger Mann kann ich mich selbstverständlich niemals in eine Frau versetzen, die sexuell missbraucht wurde. Aber ich denke, dass man hin und wieder derart schreckliche Dinge im Fernsehen darstellen muss, auch für Unterhaltungszwecke, um deren Brutalität zu zeigen. Denn die Chancen sind hoch, dass man es sonst nie zu Gesicht bekommt."


Mit Schauspielerin Gwendoline Christie, welche die furchtlose Kriegerin Brienne of Tarth in der Serie verkörpert, verteidigte derweil die umstrittene Szene: "Vieles aus der Show wurde von historischen Begebenheiten inspiriert, so auch was mit Frauen gemacht wurde. Frauen wurden in der Geschichte schrecklich behandelt."



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