"Game of Thrones"-Finale: Die zehn größten Aufreger der 6. Staffel

"Game of Thrones"-Finale: Die zehn größten Aufreger der 6. Staffel
Das Finale hatte auch gute Neuigkeiten für Jon Schnee parat © 2016 Helen Sloan/Home Box Office, Inc. All rights reserved.

Und schon ist sie wieder vorbei, die sechste Staffel von "Game of Thrones". Die Abenteuer in Westeros und Umgebung sorgten in den neuen Folgen abermals für regelmäßiges Staunen, für vereinzelte Tränen und angesichts des Todes einer verhassten Figur für Jubelschreie. Die zehn größten Aufreger der sechsten Staffel gibt es hier nachzulesen. Aber Vorsicht, auch das große Finale wird im Anschluss verraten; nur so viel an dieser Stelle: Wer glaubte, es würde nach der unglaublichen "Schlacht der Bastarde" in der abschließenden und bisher längsten Episode ruhiger zugehen, der irrte sich gewaltig.

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Krieg, Tod, Intrigen

Cersei zündet das Seefeuer

Das Staffelfinale von "Game of Thrones" fackelte buchstäblich nicht lange und startete sogleich mit einem Knall. Cersei (Lena Headey), die eigentlich ihr Urteil durch den Hohen Spatzen in der Kathedrale von Königsmund erwarten sollte, tat, was der irre König einst nur androhte: Sie ließ die Unmengen an Seefeuer entzünden, die seit Jahrzehnten unter der Stadt lagern. Gezielt schaltete sie so alle Personen aus, die in dem Gotteshaus verweilten.


Der Hohe Spatz fand in der Feuersbrunst ebenso sein Ende, wie Cerseis Onkel Kevan sowie Maes und Loras Tyrell. Auch Maester Pycelle fand kurz zuvor sein blutiges Ende. Das prominenteste Opfer von Cerseis Rache war aber Margaery Tyrell (Natalie Dormer), die das drohende Unheil noch vorhersah, von den Handlangern des Hohen Spatzen aber nicht aus der Kirche gelassen wurde. Die amtierende Königin war dem Hass ihrer Schwiegermutter anheimgefallen.


Eine selbsterfüllende Prophezeiung

Doch als wäre der Tod einer geliebten Figur nicht genug, musste in Königsmund gleich noch ein weiterer berühmter Charakter ableben: König Tommen, von dem "Berg" im Auftrag seiner Mutter Cersei noch daran gehindert, an dem göttlichen Gericht teilzunehmen, setzt die Nachricht vom Tod seiner Ehefrau Margaery stark zu. Ohne zu zögern näherte er sich daraufhin dem Fenster seines Zimmers und sprang von dort aus in den Tod.


Damit hatte sich auch Cerseis Prophezeiung, die sie als junges Mädchen einst erhielt, bewahrheitet: all ihre Kinder sind inzwischen vor ihr gestorben. Zunächst Scheusal Joffrey, dann Tochter Myrcella, und nun Tommen. Am Ende des Finales bestieg sie den Eisernen Thron als Königin von Westeros. Aber wie lange wird sie das sein?


Jon Schnee lebt!

Hat er es wirklich getan? Hat George R. R. Martin den unumstrittenen Lieblings-Charakter aus "Game of Thrones" wirklich sterben lassen? Ja! Und nein. Denn Jon Schnee (Kit Harington) wurde zwar am Ende von Staffel fünf hinterrücks von seinen eigenen Männern der Nachtwache erdolcht, die Rote Priesterin Melisandre (Carice van Houten) konnte ihn allerdings gleich zu Beginn der sechsten Staffel vom Reich der Toten zurückholen.


Und kaum wieder unter den Lebenden, ließ er die Verräter hinrichten, darunter das Kind Olly, welches ihm den Todesstoß versetzte. In "Game of Thrones" ist wirklich niemand vor dem Tod sicher, ob Lieblingsfigur oder ein kleiner (zugegebenermaßen unerträglicher) Junge.


Bastard schlägt Bastard

Es wird noch auf lange Sicht die beeindruckendste Schlacht sein, die jemals für das Fernsehen produziert wurde: Jon Schnee gegen Ramsay Schnee (inzwischen Bolton), Bastard gegen Bastard. Und hätte Sansa Stark (Sophie Turner) nicht im letzten Moment das Heer von Kleinfinger mit in die ungemein imposante Schlacht geführt, es wäre wohl der zweite Tod des Jon Schnee gewesen.


Doch mit der Hilfe der zahlreichen Ritter des Grünen Tals von Lord Baelish, des zähen Riesen Wun Wun und nicht zuletzt jeder Menge Glück gelang es Jon schließlich, die "Schlacht der Bastarde" für sich zu entscheiden und Winterfell zu erobern. Und der verhasste Ramsay? Der wurde von seinen eigenen Bluthunden zerfetzt, während Sansa genüsslich zusah.


Halte das Tor!

Die Hintergrundgeschichte und das Schicksal des wortkargen Hodor war vielleicht die emotionalste Offenbarung der gesamten Serie. Denn hinter dem kryptischen Namen des sanften Riesen steckte nicht weniger als eine herzzerreißende Tragödie. Vom Moment seiner Kindheit an, als Hodor auf dem Innenhof von Winterfell zusammenbrach und für seine Umwelt zum vermeintlichen Schwachkopf wurde, hatte er nur eine Aufgabe auferlegt bekommen: Schütze Bran Stark!


Und als eine Horde Untoter drohte, das Leben des Stark-Sprosses zu beenden, wurde er zu Hodor: "Halte das Tor!" (Englisch: "Hold the Door!"), wurde ihm immer und immer wieder zugerufen, als die Heerscharen der Weißem Wanderer über ihn herfielen. Und während dieser verzweifelte Aufruf immer mehr zum Mantra "Hodor" verschmolz und selbiger von den Monstern getötet wurde, hatte er gleichzeitig seine Lebensaufgabe erfüllt und Bran zur Flucht verholfen.


Ein Mädchen ist Arya Stark

Lange Zeit sah es so aus, als würde Arya Stark (Maisie Williams) in Braavos zu einer der "gesichtslosen Assassinen" werden. Unter der Leitung ihres Lehrmeisters Jaqen H'Ghar (Tom Wlaschiha) lernte sie sogar die Fähigkeit, sich hinter dem Antlitz eines Toten zu verstecken, um so die auserwählten Opfer des vielgesichtigen Gottes zu meucheln.


Doch gleich ihr erster Auftrag brachte sie zum Umdenken, Arya schwor den Gesichtslosen ab, um sich auf eigene Faust als Killerin zu versuchen. Denn ein Mädchen ist nicht namenlos, "ein Mädchen ist Arya Stark und ich gehe nach Hause". Ihre erlernten Fähigkeiten nutzte sie im Finale aber prompt, um einen Namen von ihrer Todesliste zu streichen: Walder Frey, durch dessen Verrat einst Aryas Mutter und ihr Bruder Robb den Tod fanden, servierte sie zunächst seine eigenen Söhne als Mahlzeit, dann schnitt sie ihm die Kehle durch.


So entstanden die Weißen Wanderer

In Staffel sechs erfuhren die Zuschauer auch endlich, woher die Weißen Wanderer stammen. Oder besser gesagt, wer sie erschaffen hat. In einer Vision des dreiäugigen Raben sah Bran Stark, dass sie einst von den Kindern des Waldes ins Leben gerufen wurden. So wurde einem Menschen ein Stück Drachenglas direkt ins Herz gestochen, was aus ihm einen der furchteinflößenden Untoten machte. Die Kinder des Waldes hofften so, sich der Menschen erwehren zu können, mit denen sie sich im Krieg befanden.


Ser Davos auf Spurensuche

Kurz vor der Schlacht um Winterfell musste Ser Davos das grausige Schicksal von Prinzessin Sharin erfahren. Das kleine Mädchen, das er wie seine eigene Tochter liebte, wurde von Lady Melisandre und im Einverständnis von Vater Stannis dem Roten Gott am Scheiterhaufen geopfert.


Doch Ser Davos fand im alten Lager seines inzwischen toten Herren Stannis das verkohlte Spielzeug, dass er Sharin einst schenkte. Im Finale konfrontierte er schließlich die Rote Priesterin im Beisein von Jon Schnee. Der sprach auch umgehend sein Urteil: Melisandre müsse den Norden sofort verlassen und sollte sie jemals zurückkehren, würde er sie ohne zu zögern wegen Mordes hinrichten.


Der König des Nordens

Noch eine große Offenbarung gab es im Finale: Zwar wurde es nicht explizit gesagt, durch einen Schnitt auf Jon Schnees Gesicht aber unmissverständlich angedeutet: Er ist nicht etwa der Bastard-Sohn von Ned Stark (Sean Bean), sondern das Kind von Prinz Rhaegar Targaryen und Neds Schwester Lyanna, die bei der Geburt von Jon starb. So sah es Bran in einer weiteren Vision über seinen Vater.


Da ist es nur passend, dass Jon am Ende von Staffel sechs unter großem Jubel zum König des Nordens von seinen Landleuten ausgerufen wird - und das obwohl sie noch nicht einmal von seiner royalen Herkunft wissen.


Tormund steht auf Brienne

Nach all dem Tod, den Intrigen und den Scharmützeln zum Abschluss noch etwas erfrischend Romantisches: Tormund Riesentod, seines Zeichens unverwüstlicher Wildling, hat ein Auge auf die stoische Brienne von Tarth geworfen! Vom ersten Moment an, als er sie bei der Nachtwache erspähte, konnte er seine Augen nicht mehr von ihr lassen - sehr zur Verwirrung der Ritterin, der solche Avancen gänzlich fremd sind. Wer weiß, sollte die Schlacht gegen die Weißen Wanderer eines Tages gewonnen sein, vielleicht ist dann die Welt von "Game of Thrones" um ein schlagfertiges Traumpaar reicher...



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