Gaby Köster lebt, obwohl es holprig ist

Gaby Köster lebt, obwohl es holprig ist
Gaby Köster hat ihr Schicksal angenommen © ddp images

Ihr linker Arm "macht wie immer nix" und auch das Laufen bereitet ihr noch Schwierigkeiten, dennoch gibt Gaby Köster (53) nicht auf. Noch immer spürt sie die Folgen ihres Schlaganfalls von 2008, doch Stück für Stück kämpft sich die Komikerin weiter zurück ins Leben. Der Zeitschrift "Gala" verriet sie nun ihr Geheimrezept: "Ich konnte von Anfang an über mein Schicksal lachen, sonst wäre ich auch irre geworden". Um den Alltag zu meistern, hat sie ihre ganz eigenen Tricks entwickelt. Zur Fortbewegung stützt sie sich beispielsweise auf ihren Trolley, "das ist wie ein rollender Spazierstock".

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Glücklich trotz Schlaganfall

Die Schauspielerin kann ihrem Schicksal viel Positives abgewinnen. Sie rege sich nicht mehr über "Kinkerlitzchen" auf, freue sich über Kleinigkeiten und habe gelernt, ganz normale Dinge zu genießen. Angst vor dem Tod hat sie seither auch keine mehr. "Ich habe gesehen, dass es danach wunderschön sein kann", fasst sie zusammen. Zeitweise sei sie dem Tod ganz nahe gewesen, lag vier Wochen im künstlichen Koma. Während dieser Zeit habe sie ihren Vater gesehen, der vor über 30 Jahren verstorben ist. Für Köster ein Zeichen, "dass ich ziemlich weit weg war". Er habe sie begrüßt "und meinte: 'Du, das geht aber noch nicht hier'. Er hat mich zurückgeschickt. Ihm war das zu früh".


Ihre Krankheit ließ ihre Familie noch enger zusammengewachsen. Ihre Mutter und ihr Sohn seien Köster im Leben, neben ihren fünf Hunden, am wichtigsten. Ob sie jemals wieder ganz gesund wird, weiß sie nicht, hofft es aber: "Wenn ich nicht daran glauben würde, würde ich wahnsinnig werden". Anderen Schlaganfall-Patienten rät sie niemals aufzugeben: "Es lohnt sich! Das Leben ist wunderschön, auch wenn es mal ein bisschen holprig läuft".

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