Fußball-Experte Mehmet Scholl schießt scharf: Das sind seine besten Kommentare

Ein Mundwerk wie eine Waffe: Mehmet Scholls beste Sprüche
Moderator Matthias Opdenhövel (li.) und Fußballexperte Mehmet Scholl analysieren die EM-Spiele im Ersten © WDR/Sachs

Er hat noch nie ein Blatt vor den Mund genommen. Dafür lieben die Fans ihren Mehmet Scholl (45), den beliebtesten und für viele auch besten deutschen Fußball-TV-Experten. Der ehemalige Nationalspieler (Europameister 1996), Mittelfeldstar des FC Bayern München (Champions League-Sieger 2001) und Nachwuchstrainer hatte sich nach dem dramatischen Elfmeter-Sieg über Italien über die defensive Spielweise der Deutschen in der ersten Halbzeit geärgert und den Spielerbeobachter Urs Siegenthaler, Mitglied des Trainer-Teams, scharf angegriffen.

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Heute wieder im Einsatz

"Der Herr Siegenthaler möge bitte seinen Job machen, morgens liegen bleiben, die anderen zum Training gehen lassen und nicht mit irgendwelchen Ideen kommen", lästerte Scholl.

Der DFB war verschnupft - und ARD-Sportkoordinator Axel Balkausky musste seinen TV-Experten in Schutz nehmen. "Mehmet Scholl ist ein hochgeschätzter Kollege und Experte, dessen Aufgabe es ist, seine persönliche Sichtweise zu den Spielen darzulegen. Diese Aufgabe löst er hervorragend, indem er mit seiner unverwechselbaren Art begeistert", sagte Balkausky dem Redaktionsnetzwerk Deutschland. In der Tat hat Scholl eine unverwechselbare Art, sein Publikum ebenso intelligent wie humorvoll zu unterhalten. Hier die originellsten Scholl-Sprüche:

 

Die besten Lacher

 

"Die schönsten Tore sind diejenigen, bei denen der Ball schön flach oben rein geht."

"Ich fliege irgendwo in den Süden - Kanada oder so"

"Lieber ewiges Talent als gar kein Talent."

"Ich kann nicht sagen, dass ich es nicht gesagt habe, weil ich es gesagt habe."

"Ich hatte noch nie Stress mit meiner Frau. Bis auf das eine Mal, als sie mit aufs Hochzeitsfoto wollte."

"Ich werde nie Golf spielen. Erstens ist das für mich kein Sport, und zweitens habe ich noch regelmäßig Sex."

 

Knackige Antworten

 

Auf die Frage, was er im nächsten Leben werden wolle, sagte er: "Hund bei Uli Hoeneß."

Auf die Frage, warum er die Rückennummer 7 trägt: "Weil ich in diesem Alter mit dem Rauchen aufgehört habe."

Auf die Frage, wie es war, als der damalige Bundeskanzler Helmut Kohl nach dem EM-Sieg 1996 in die Kabine kam: "Eng!"

Auf die Frage nach seinem Traumberuf antwortete Scholl: "Spielerfrau."

Und auf die Frage wovor er Angst habe, fiel ihm ein: "Vor Krieg und Oliver Kahn."

 

Über seine ehemaligen Kollegen

 

Überhaupt plaudert Scholl gern über seinen ehemaligen Mannschaftskollegen. "Die Momente, in denen es sich wirklich lohnt, Fußball-Profi zu sein, sind, wenn man Olli Kahn beim Einseifen zusieht."

Als er zur angeblich schlechten Stimmung beim FC Bayern gefragt wurde, antwortete er: "Oliver Kahn konnte ich gerade noch davon abhalten, sich zu ertränken. Der Rest hat sich auf der Toilette eingesperrt".

 

Zwei Sprüche haben Scholl großen Ärger eingebracht

 

Über den Auftritt von Mario Gomez bei der EM 2012 sagte er: "Ich hatte zwischendurch Angst, dass er sich wundgelegen hat und er mal gewendet werden muss." Später gab er zerknirscht zu, dass er damit Gomez' Karriere geschadet habe.

Und 1994 gab es sogar einen politischen Skandal, als Scholl auf die Frage nach seinem Lebensmotto angab: "Hängt die Grünen, solange es noch Bäume gibt." Später entschuldigte er sich und sagte auf die Frage, welche Partei er denn wähle: "Grün natürlich, ich kann sie ja nicht hängen lassen."

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