Für Maria Schrader nichts als unfreiwillige Zugehörigkeit

Für Maria Schrader nichts als unfreiwillige Zugehörigkeit
Maria Schrader © Cover Media

Für Maria Schrader (50) ist Heimat mehr als nur ein Wort und vor allem mehr als nur ein Ort.

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Heimat ist…

Denn für die Schauspielerin ('Deutschland 83') und Regisseurin hat der Begriff nicht unbedingt etwas mit einem Platz, einer Region oder einer Stadt zu tun. "Menschen, die mir nah sind, schenken mir ein Gefühl von Heimat", sagte sie im Gespräch mit der Zeitschrift 'Hohe Luft'. "Ein Geruch, ein Geschmack, der Klang einer Stimme, ein gemeinsamer Blick auf die Dinge."

Der Ort ist eben nicht die Heimat, sondern die Menschen, die darin wohnen. "Das Wort 'Heimat' kommt mir nicht über die Lippen. Wenn es um geografische Herkunft geht, benutze ich es nicht. Es klingt nach Heimatmuseum, Heimatkunde und irgendeinem Stolz. Dabei ist die erste Heimat nichts als unfreiwillige Zugehörigkeit."

In ihrem Beruf als Schauspielerin und Regisseurin ist sie auch gezwungen, ständig zwischen den Orten zu wechseln. Nicht nur bei dem Begriff der Heimat, auch bei ihrer Arbeit hat sie manchmal vielleicht eine andere Sicht auf die Dinge als ihre Kollegen und Kolleginnen. Denn einen Satz wie "Die Rolle hat Besitz von mir ergriffen" wird man so von Schrader nicht zu hören bekommen. "Ich kenne es nicht, aus gespielten emotionalen Zuständen nicht mehr rauszukommen", sagte sie dem 'Tagesspiegel'. "Manchmal gibt es eine Art Nachbeben – Denkanstöße, die man durch die Arbeit gewinnt. Dennoch: Ich spiele Dinge im Kopf, zum Beispiel wenn ich schreibe. Dann erlebe ich vor dem Computer, was ich mir vorstelle, fange auch manchmal an zu weinen. Das ist aber ein aktiver Vorgang."

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