Fritz Wepper spielt in 'Protokolle des Bösen' einen Serienkiller

Fritz Wepper spielt einen Serienkiller 
Fritz Wepper © Cover Media

Fritz Wepper (74) hat noch keine vergleichbare Rolle wie in 'Protokolle des Bösen' gespielt. 

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Große Herausforderung 

Seit fast 15 Jahren können wir das Urgestein der deutschen TV-Landschaft als Bürgermeister Wolfgang Wöller in der Serie 'Um Himmels Willen' immer dienstags in der ARD sehen. Von einer ganz anderen Seite zeigt sich Wepper hingegen ab September in der Crime-Reihe 'Protokolle des Bösen'. Dort schlüpft er in die Rolle des Serienkillers Reiner Sturm (†53). Trotz seiner langen Laufbahn hat Wepper bisher kaum einen vergleichbaren Part gespielt:

"Die Rolle ist eine der größten Herausforderungen meines Lebens. So ein Skript kann kein Autor der Welt schreiben, nur das wahre Leben. Eine dämonische Aufgabe. Ich hätte den Täter gerne kennengelernt, habe dann aber erfahren, dass er gestorben ist. Es gab Tonbandaufnahmen und umfassende Psychogramme. Er hatte eine brutale Sprache, sexistisch und rücksichtslos", erklärte der Star im 'Bild'-Interview. 

Sogar einen Schnäuzer ließ sich Fritz Wepper für seine Rolle wachsen - als Tribut an seinen Charakter: "Seit ich das Drehbuch in den Händen hielt, hab ich die Figur langsam eingeatmet, auch optisch. Den Oberlippenbart habe ich mir jetzt 14 Tage wachsen lassen. [Reiner Sturm] hatte ja so einen Walrossbart. Aber ich wollte mir keinen Bart ankleben lassen. Eine kleine Hommage an das Original", fügte er hinzu. 

Im Mittelpunkt der fünfteiligen Serie 'Protokolle des Bösen' stehen Interviews mit deutschen Serienkillern. Kriminalist und Profiler Stephan Harbort hat in Justizvollzugsanstalten oder in psychiatrischen Einrichtungen mit Serienmördern gesprochen, um herauszufinden, was diese Menschen zu kaltblütigen Killern hat werden lassen. Fünf dieser Gespräche werden in dem Format authentisch und im O-Ton nachgestellt. Stephan Harbort spielt sich selbst, während bekannte Film- und Fernsehschauspieler in die Rolle der Mörder schlüpfen. Uwe Ochsenknecht (60, 'Ku'damm 56') wird ebenfalls einen der Serienkiller spielen: "An der Rolle reizt mich vor allem die Tatsache, dass die Figur sowie die Texte Originale sind. Es gibt also keinen Drehbuchautoren, der Figuren und Texte erfunden hat - meistens sind diese auch dementsprechend unrealistisch. Für mich als Schauspieler ist es wichtig zu wissen, dass diese Texte tatsächlich von der Person, die diese Morde begangen hat, gesagt wurden. Das macht die Darstellung der Person nicht unbedingt einfacher, weil zum Beispiel manche schreckliche Situation völlig emotionslos wiedergegeben wird. Ebenso kann man die Texte nicht wie sonst einfach ändern, um sie für sich angenehmer zu gestalten", erklärte er auf 'wunschliste.de'.

Die TV-Serie 'Protokolle des Bösen' mit Fritz Wepper und Uwe Ochsenknecht läuft ab dem 24. September beim Bezahlsender A&E. 

Cover Media

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