Fritz Kalkbrenner: der Sound aus Ost-Berlin

Fritz Kalkbrenner wuchs in Ost-Berlin auf
Der bekannte DJ und Musikproduzent Fritz Kalkbrenner © picture alliance / dpa, Maurizio Gambarini

Fritz Kalkbrenner - er mixt seine Kompositionen immer live auf der Bühne

Der deutsche Sänger und Musikproduzent Fritz Kalkbrenner wurde in Ost-Berlin in eine Zeit hineingeboren, zu welcher der Kalte Krieg noch in vollem Gange war. Sein Geburtsjahr 1981 prägten Krawalle, Friedensbewegungen und die Machtkämpfe von West und Ost im geteilten Berlin. Bereits Großvater Fritz Eisel, ein überzeugter Kommunist, war kreativ tätig und hatte sich als freischaffender Landschafts-, Portrait- und Arbeiter-Maler einen Namen gemacht. Mutter Carla Kalkbrenner (geborene Eisel) arbeitete beim DDR-Fernsehen, wo sie verschiedene Kulturmagazine moderierte. Die Ehe mit dem Journalisten Jörn Kalkbrenner brachte zwei Söhne, Paul und Fritz, hervor.

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Der vier Jahre ältere Bruder Paul Kalkbrenner, DJ und Techno-Produzent, war maßgeblich am künstlerischen Erfolg seines Bruders Fritz beteiligt. Die Geschwister teilten schon früh ihre Liebe zur Musik, allerdings interessierte sich Fritz als junger Heranwachsender mehr für Hip-Hop und die Musik von ‚Rakim‘, ‚KRS-One‘ und ‚Eric B.‘. Erst als sein Bruder Paul und dessen Freund, ‚DJ Sascha Funke‘, den damals 16-Jährigen eines Abends in den angesagten Berliner Techno-Club ‚Suicide Circus‘ mitnahmen, entdeckte auch Fritz seine Liebe für diese musikalische Stilrichtung. Zu jener Zeit war Paul schon ein bekannter DJ.

Unter Fritz’s exzessivem Nachtleben litt die Schulausbildung. Kurz vor dem Abitur wurde er von der Schule geworfen. Ab da arbeitete er bei verschiedenen Fernsehsendern als Musikjournalist, unter anderem für ‚MTV‘ und die ‚Deutsche Welle‘. Nebenbei betrieb er sein Hobby Musik als DJ, Sänger und Produzent. Weltweit spielte Fritz Kalkbrenner in ausverkauften Clubs, Hallen und auf Festivals. Im Gegensatz zu vielen anderen DJs mixt Fritz seine Kompositionen auf der Bühne immer live. Deshalb sieht man den Sänger und Musikproduzenten auf seinen Reisen stets mit mindestens neun Koffern im Schlepptau.

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