Frittenbude: Das sagt die Band zu den Vorwürfen

Frittenbude: Das sagt die Band zu den Vorwürfen
Johannes Rögner, Sänger von Frittenbude, im August 2016 während eines Konzerts mit der Band © imago/Future Image, SpotOn
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Nach Anschuldigungen

Frittenbude ("Zeitmaschinen aus Müll") haben sich via Facebook zu den Missbrauchsvorwürfen der Berliner Autorin Jana Seelig ("Minusgefühle") gegen einen Live-Musiker der Elektropunk-Band geäußert. Man wolle klar stellen, dass es nicht um körperliche oder sexuelle Gewalt, sondern um verbale, psychisch zwischenmenschliche Konflikte gehe, wie es in dem Statement der Gruppe vom Mittwochabend heißt. "Beides ist für uns nicht hinnehmbar." Man wolle Kontakt zu allen Beteiligten aufnehmen, um selbst besser zu verstehen, worum es konkret ginge. Die drei Gründungsmitglieder der Band befinden sich momentan in Nepal.

Wie es in dem Post weiter heißt, seien sie der Meinung, "dass zwischen sich begegnenden Personen ein gegenseitiger respektvoller Umgang wichtig und normal sein sollte, daher nehmen wir solche Vorwürfe sehr ernst". Das Bild, das in den Medien momentan von ihnen vermittelt werde, widerspreche all ihren geltenden Prinzipien. "Wir sind gegen jegliche Unterdrückung, Sexismus und unterstützen Feminismus, wo wir können", heißt es.

Vorwürfe der Autorin auf Twitter

Seelig hatte am Mittwoch in mehreren Tweets behauptet, dass ein Mitglied der Band sie missbraucht habe. Die gesamte Band würde schweigen, ignorieren und den Täter schützen. Jeder ihrer Versuche ein normales Gespräch zu führen, sei blockiert worden. Die Schuld für den Missbrauch sei auf sie, das Opfer, geschoben worden. Die Tweets der Buchautorin wurden mittlerweile von ihrem Account gelöscht.

Frittenbudes Plattenfirma Audiolith reagierte wenige Stunden später auf Facebook, da die Band selbst tags zuvor zu ihrer Reise aufgebrochen war. Das Label erklärte, dass sich die Vorwürfe gegen den Live-Keyboarder von Frittenbude, also nicht gegen eines der drei Gründungsmitglieder der Band, richteten. "Wir sind in Kontakt mit ihm und er wird versuchen, so schnell es geht Stellung zu nehmen", heißt es dort. Sie kündigten zudem ein Statement der Band an: "Frittenbude schweigen nichts tot. Ihre Haltung zu solchen Themen ist bekannt."

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