Frittenbude: Das sagt der Beschuldigte zu den Vorwürfen

Frittenbude: Das sagt der Beschuldigte zu den Vorwürfen
Martin Steer, Johannes Rögner und Jakob Häglsperger sind die Gründungsmitglieder der Band Frittenbude © Paul Aidan Perry, SpotOn
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Statement via Twitter

Nachdem sich sowohl die Plattenfirma Audiolith als auch die Gründungsmitglieder der Band Frittenbude ("Die Möglichkeit eines Lamas") zu den Missbrauchsvorwürfen der Berliner Autorin Jana Seelig geäußert haben, hat sich nun auch der beschuldigte Live-Keyboarder zu Wort gemeldet. "Ich wurde heute morgen öffentlich des psychischen Missbrauchs beschuldigt. Ich bin schwer geschockt von diesen absolut nicht haltbaren Vorwürfen und möchte mich davon vehement distanzieren", so der namentlich nicht genannte Musiker in einem Statement, das über den Twitter-Account eines Freundes veröffentlicht wurde.

Seine Sicht der Dinge widerspricht den Vorwürfen der Autorin komplett: "Die Anschuldigungen entsprechen nicht der Realität. Im Gegenteil: ich wurde von Frau Seelig seit Anfang des Jahres gestalked, denn ich habe besagte Person schon vor längerer Zeit und wiederholt um einen Kontaktabbruch gebeten", schildert das Frittenbude-Mitglied.

Stalking-Opfer statt Täter

Weiter heißt es, dass er sich im Mai 2016 sogar bei der Opferhilfe Weisser Ring e.V. Berlin als Stalking-Opfer gemeldet habe. In den nächsten Tagen wolle er ein Dokument veröffentlichen, dass sein "Hilfeersuchen dort" belegen könne. In dem Beratungsgespräch sei ihm außerdem geraten worden, sämtliche Kontaktbemühungen von Jana Seelig zu ignorieren - dies sei die übliche Verhaltensweise, die im Zusammenhang mit Stalking empfohlen werde.

Seelig hatte am Mittwoch in mehreren Tweets behauptet, dass ein Mitglied der Band sie missbraucht habe. Die gesamte Band würde schweigen, ignorieren und den Täter schützen. Jeder ihrer Versuche ein normales Gespräch zu führen, sei blockiert worden. Die Schuld für den Missbrauch sei auf sie, das Opfer, geschoben worden. Die Tweets der Buchautorin wurden mittlerweile von ihrem Account gelöscht.

Statement der Band

Die Gründungsmitglieder von Frittenbude äußerten sich noch am Mittwoch via Facebook zu den Vorwürfen. Man wolle klar stellen, dass es nicht um körperliche oder sexuelle Gewalt, sondern um verbale, psychisch zwischenmenschliche Konflikte gehe, heißt es dort. "Beides ist für uns nicht hinnehmbar." Man wolle Kontakt zu allen Beteiligten aufnehmen, um selbst besser zu verstehen, worum es konkret ginge. Johannes Rögner, Martin Steer und Jakob Häglsperger befinden sich momentan in Nepal.

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