'Freeheld'-Darstellerin Ellen Page setzt sich auch privat für mehr Gleichberechtigung ein

Ellen Page: 'Freeheld' bedeutet mir so viel
Ellen Page © Cover Media

Ellen Page (29) ist auf ihre Rolle in 'Freeheld' sehr stolz.

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Eine wichtige Erkenntnis

Die Schauspielerin ('Juno') sorgte 2014 für Aufsehen, als sie öffentlich zu ihrer Homosexualität stand. Nun ist sie auch erstmals in einem Film als lesbische Frau zu sehen. 'Freeheld' erzählt die wahre Geschichte von zwei Frauen, die in den USA einst für mehr Gleichberechtigung kämpften. Die Rolle nahm sie ohne zu zögern an.

"Ich sagte sofort zu und sie waren so nett, mich in den Entwicklungsprozess für den Film mit einzubeziehen. Ich war also von Anfang an dabei, als das Drehbuch verfasst wurde, es um die Wahl des Regisseurs ging und Julianne Moore als meine Filmpartnerin gecastet wurde", berichtete Ellen im Interview mit der 'B.Z.'.

Julianne Moore (55, Still Alice - Mein Leben ohne Gestern') spielt in dem Streifen eine todkranke Polizistin, die ihre Pensionsansprüche an ihre Lebensgefährtin (gespielt von Ellen) übertragen will. Früher war dies allerdings nur für heterosexuelle Beziehungen möglich. "Glücklicherweise hat dieser Fall mit dafür gesorgt, dass der Oberste Gerichtshof der USA ein Antidiskriminierungsgesetz erlassen hat, nachdem keiner wegen seiner sexuellen Orientierung benachteiligt werden darf. Das ist natürlich großartig, weshalb ich hoffe, dass unser Film auch eine Erkenntnis dafür ist, wie weit wir gekommen sind, was vor gar nicht allzu langer Zeit für unmöglich gehalten wurde", verdeutlichte Ellen Page.

Dennoch betonte die Künstlerin, dass es die vollständige Gleichberechtigung nach wie vor nicht erkämpft wurde. Ein Indiz dafür: In sämtlichen Interviews wird sie immer wieder auf ihre Sexualität und ihr Coming-out angesprochen. Doch das ist ganz im Sinne der Hollywoodschönheit. "Lieber würde ich 24 Stunden am Tag über nichts anderes reden, als wieder hinter verschlossenen Türen leben zu müssen. Ich würde so vieles ertragen. Außerdem ist es von Interesse, dass andere dabei zu dem Schluss kommen, wie viel es noch zu tun gibt", erklärte sie der 'Frankfurter Allgemeinen Zeitung'. Es sei für sie als Person des öffentlichen Lebens wichtig, "gerade für junge Leute aus der Szene", selbstbewusst mit dem Thema umzugehen. "Das hat mir immer viel gegeben. Deshalb bin ich dankbar, wenn ich so eine öffentliche Person sein darf, und wenn das irgendwem irgendein Gefühl der Hilfe oder Hoffnung vermittelt, bedeutet es mir die Welt."

'Freeheld' mit Ellen Page und Julianne Moore läuft seit dem 7. April in den deutschen Kinos.

Cover Media

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