Hollywood Blog by Jessica Mazur

"Free Your Nipple": Beim Yoga wird jetzt "topless" trainiert

Im Gleichgewicht mit dem eigenen Körper.
Der neueste Schrei in L.A: Oben-ohne-Yoga.

von Jessica Mazur

Erinnert ihr euch noch an die "Free the Nipple"-Bewegung? Als 2014 Promis und Nicht-Promis ihre Brüste rausholten, um gegen die Zensur weiblicher Brustwarzen in den sozialen Netzwerken zu demonstrieren? Vorreiterin war damals Bruce Willis' Tochter Scout LaRue, die oben ohne durch New York spazierte, nachdem ihr Instagram-Account aufgrund eines Busen-Bildes von den Betreibern gelöscht wurde. Es dauerte nicht lange, da wurde die Aktion auch schon von Stars wie Rihanna, Miley Cyrus, Chelsea Handler oder auch Cara Delevingne unterstützt.

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Ein großer Erfolg war der barbusige Einsatz allerdings bislang nicht, denn auf Instagram oder Facebook dürfen weibliche Brustwarzen im Gegensatz zu männlichen Brustwarzen immer noch nicht gezeigt werden. Im Netz ist es rund um die "Free Your Nipple"-Kampagne in den vergangenen Monaten deutlich ruhiger geworden, doch hier in Los Angeles kämpfen die Verfechterinnen der Brustwarzen-Gleichberechtigung weiter. Pünktlich zum Jahresbeginn gibt es hier nämlich L.A.s erste "Free the Nipple"-Yoga-Klasse. Und die ist jetzt schon so populär, dass der 'Observer' sie als "Latest Los Angeles Trend" bezeichnet.

Gleich vorneweg: Ausprobiert habe ich's selber noch nicht. Das ist mir dann doch ein wenig "too much". Oder in diesem Fall besser gesagt: zu wenig. Aber die "Topless-Yoga"-Klassen in Downtown L.A. erfreuen sich bei Frauen und Männern scheinbar großer Beliebtheit. Geleitet werden die Klassen von der Yoga-Lehrerin Danielle Dorsey, die sagt, dass sie tatsächlich erst durch die "Free the Nipple"-Bewegung im Netz auf die Idee kam. Ihr geht es darum, dass der nackte Oberkörper einer Frau genauso "normal" und gesellschaftsfähig sein sollte, wie der eines Mannes. Zeitgleich will sie mit ihrem "Topless Yoga" aber auch das andauernde "Body Positive Movement" unterstützen. Mit Erfolg am eigenen Leib. Denn Dorsay sagt, dass sie zuerst selbst skeptisch war, ihr die "oben ohne" Klasse aber geholfen habe, eigene Unsicherheiten zu überkommen. Um den Teilnehmern den Einstieg zu erleichtern, wird bei den Klassen statt greller Deckenbeleuchtung nur Kerzenlicht eingesetzt und auf die typischen verspiegelten Wände wird ebenfalls verzichtet. Und der Preis von 20 Dollar pro Klasse ist für L.A. Verhältnisse auch durchaus preiswert.

Doch auch wenn ich der Ansicht bin, dass meine Brust die gleichen Rechte haben sollte wie die eines Mannes, denke ich, dass ich die "Topless Yoga"-Klassen weiterhin überspringen werde. Obwohl einen Vorteil hat das Ganze natürlich: Man spart sich die 70 bis 100 Dollar teuren 'Lululemon' Yoga Tops, die in L.A.s Yoga-Kursen ja fast schon Pflicht sind ... :)

Viele Grüße aus Lalaland sendet

Jessica Mazur bloggt für VIP.de
Topless Yoga? Bloggerin Jessica Mazur bleibt lieber bei der herkömmlichen Trainingsweise.