Frederic von Anhalt: Prinz Wahnwitz erzählt sein Irrsinns-Leben

Frederic von Anhalt: Prinz Wahnwitz erzählt sein Irrsinns-Leben
Frederic Prinz von Anhalt wurde von Marie Auguste Prinzessin von Anhalt adoptiert © imago/STAR-MEDIA

Für die einen ist er ein genialer Schmarotzer, für die anderen ein tolldreister Hasardeur, der nicht nur die Promis von Hollywood auf dem roten Teppich aufs Kreuz gelegt hat. Frederic Prinz von Anhalt (73), der einst Hans-Robert Lichtenberg hieß, mehrere Saunen betrieb und hoch hinauswollte, erklärt heute Abend in der ARD sein irrwitziges Leben ("Prinz Hollywood", ab 22.45 Uhr).

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ARD-Doku über den Prinzen

Er stammt aus Wallhausen am Rande des Hunsrücks (Rheinland-Pfalz) und war gar nicht mal aus schlechtem Haus. Der Vater war Kriminalrat. Das war der Anfang. Mittlerweile ist er in der Alten und Neuen Welt in gewissen Kreisen eine Art Society-Größe und gibt sich als dicker Freund von Harrison Ford, Will Smith, Heidi Klum oder Sylvester Stallone. Er sitzt in Bel Air bei Los Angeles in einer Villa und betreut den uralten Hollywood-Star Zsa-Zsa Gabor (98). 1986 wurde er ihr achter Gemahl.


Spaß ist die Hauptsache

Zsa-Zsa Gabor, einst eine der großen Hollywood-Schönheiten, ist inzwischen krank und bettlägrig. Frederic von Anhalt betreut sie. Als die ARD-Doku zeigt, wie ihm "bei einer reichlich absurden Preisverleihung eine Auszeichnung für seine angeblichen Verdienste um den Film" (Süddeutsche Zeitung) überreicht wird, sagt er: "Im Grunde genommen verarsche ich mich selbst hier, aber solange ich Spaß dabei habe, ist es okay."


Bereits 1980 bekam er seinen Adelstitel. Auf Vermittlung des Titelhändlers Hermann Weyer adoptierte ihn Marie Auguste Prinzessin Anhalt - gegen eine monatliche Leibrente von umgerechnet 1.000 Euro. So wurde aus Hans-Robert Lichtenberg Prinz Frederic von Anhalt. Übrigens starb Marie Auguste drei Jahre später.


Adelstitel nie bezahlt

Nun enthüllt ihr Adoptivsohn, dass er die damalige Vermittlungsgebühr von 200.000 D-Mark nie an Weyer gezahlt haben soll. "Ich habe bei Geschäftsabschluss Konsul Weyers Sekretärin 3.000 DM Trinkgeld gegeben. Das hat dem Weyer imponiert. Er hat dann darauf vertraut, dass ich auch ihn fürstlich honoriere. Nur waren meine Schecks nicht gedeckt", sagte von Anhalt zu "Bild".


Als Weyer von den ungedeckten Schecks erfuhr, war Anhalt längst in den USA bei Zsa-Zsa Gabor, wo er wohnte. Dort stand eines Tages ein Gerichtsvollzieher vor der Tür. Zsa-Zsa gab zu Protokoll, dass bei Frédéric nichts zu holen wäre. Er sei nur ein mittelloser Stallbursche und habe nur ein paar alte Reitstiefel zu verpfänden und zwei Unterhosen. Da zog der Gerichtsvollzieher wieder ab.


Weyer bestätigte "Bild" diese Geschichte: "Dass mich so ein Volltrottel aus der Provinz übers Ohr haut, hätte ich nicht für möglich gehalten. Dafür bin ich jetzt dreistellig millionenschwer und er muss für Zsa Zsa den Pfleger machen".



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