Hollywood Blog by Jessica Mazur

Frederic von Anhalt

Frederic von Anhalt
Frederic von Anhalt

von Jessica Mazur

Vor einer Woche habe ich in meinem Blog geschrieben, dass wir Deutsche bei den Hollywoodianern in erster Linie für zwei Dinge bekannt sind: 1. unsere angebliche Liebe zu David Hasselhoff und 2. Bill Kaulitz. Stimmt aber nicht, denn zu der Liste kommt (LEIDER) noch eine weitere Person hinzu: Prinz Frederic von Anhalt oder 'Prinz Peinlich', wie ich ihn zu nennen pflege.

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Die Hollywoodianer kennen Anhalt u.a. weil er Anfang 2007 erklärte, eine Affäre mit Anna Nicole Smith gehabt zu haben und behauptete, Dannielynn wäre sein Kind. Auch wenn ihm niemand glaubte, machte Anhalt auf eigene Kosten einen Vaterschaftstest und quatschte selbst als schon klar war, dass Larry Birkhead der Daddy ist, in jede Kamera, die ihm Journalisten und Paparazzi ins Gesicht hielten. Als diese selbstkreierte Pressewelle sich gelegt hatte, sorgte er nur wenige Monate später für Schlagzeilen in Lalaland, als Polizisten ihn nach einem 'Überfall' splitterfasernackt in seinem Auto fanden. Angeblich hatten ihn drei attraktive Frauen überfallen und ihm nicht nur sein Wertsachen, sondern auch all seine Kleider geraubt. (Als ob sich Frauen DAS freiwillig antun würden.) Obwohl von Anhalt behauptete, mit Handschellen gefesselt worden zu sein, gelang es ihm auf mysteriöse Weise, selbst die Polizei zu verständigen. Bei deren Ankunft am 'Tatort' hatten sich die Handschellen dann allerdings in Luft aufgelöst...!

Diese Aktionen brachten Anhalt in Hollywood nicht nur Hohn und Spott ein, sondern auch so lustige Spitznamen, wie "Prince von A-hole",  "Prince von Asshalt" oder "von Buttsuck" (wie es ein amerikanischer Blogger formulierte) und die wohl keinerlei Übersetzung benötigen...

Soweit, so peinlich. In den letzten Monaten wurde es dann etwas ruhiger um den Prinzen und ich hatte schon gehofft, er wäre von der Bildfläche verschwunden. Aber denkste! Da biege ich nichts ahnend auf den Sunset Boulevard ab und muss doch tatsächlich in das übergroße Gesicht des Typen schauen! Mitten auf einer der Hauptverkehrsstraßen in Los Angeles steht im Moment ein riesiges Billboard auf dem ein in Uniform gekleideter Frederic von Anhalt zu sehen ist und dazu die Sprechblase "My next Life, I will be a Princess!". Mein erster Gedanke: Was für ein Horror! Ist denn heut schon Halloween? Dann sah ich allerdings, dass unten auf dem Plakat noch eine Webseite genannt ist. Was ist das denn? Sucht der Prinz jetzt schon im Internet nach neuen Kandidaten, die er gegen Geld adoptieren kann, um so das Hause Anhalt mit noch mehr Zuwachs zu beglücken? Nicht ganz, denn wie sich herausstellte, handelt es sich bei der Adresse auf dem Billboard um eine Webseite für Frauenunterwäsche!!! Kein Scherz, auf der Webpage stellen Prinz von und zu und Zsa Zsa Garbor Kollektionen von Dessous vor, die schon bald online und bei "großen, nationalen, gehobenen Einzelhändlern" erhältlich sein sollen. Und unter dem Unterpunkt "About Us" ist zu lesen, dass die beiden die Unterwäsche-Kollektionen anscheinend in dieser Woche von Montag bis Mittwoch auf der "Vegas Lingerie Show" vorstellen.

Ob von Anhalt und Garbor tatsächlich die Besitzer des Wäschelabels sind oder nur ihren 'guten Namen' (hahaha) dafür hergeben, weiß ich nicht. Muss ich aber auch nicht wissen, da ich an Unterwäsche, die der Fantasie eines Mannes entsprungen ist, über den bei Wikipedia zu lesen ist "hat Kader Loth auf `der Burg` ins Badewasser gepinkelt", unter uns gesagt weniger interessiert bin...;-) Ich weiß nur eins: ab sofort mache ich um die Ecke Sunset Boulevard und Doheny Road einen GROSSEN Bogen!

Das Stadtbild von LA ist sowieso schon nicht das Schönste, aber DAS? Was zu weit geht, geht zu weit...;-)

Viele Grüße aus Lalaland von Jessica Mazur.

 

Frederic von Anhalt
© Bild: Jessica Mazur