Franziska van Almsick im Interview

"Bin froh, wenn das Jahr vorbei ist" Franziska van Almsick im Interview

"Bin froh, wenn das Jahr vorbei ist"

2013 war für Franziska van Almsick ein Jahr voller Höhen und Tiefen. Zum einen die Geburt ihres zweiten Kindes, zum anderen aber auch die Ermittlungen gegen ihren Lebensgefährten Jürgen B. Harder. Wir haben die Ex-Profischwimmerin zum Interview getroffen und mit ihr über die turbulenten Ereignisse in diesem Jahr sowie ihr neues Fitness-Programm ‚mybod-e‘ gesprochen.

— ANZEIGE —

„13 ist eigentlich meine Lieblingszahl und das Jahr 2013 war schon ein sehr besonderes Jahr für mich, sowohl positiv als auch negativ“, so Franziska van Almsick im RTL-Interview. Besonders hart getroffen haben dürfte sie wohl der Haftbefehl gegen ihren langjährigen Partner Jürgen B. Harder. Im Juli 2013 wurde der 53-Jährige wegen Verdunkelungsgefahr für drei Tage in Untersuchungshaft genommen. Wegen angeblich geflossener Schmiergelder muss sich Harder den Verdacht der Bestechlichkeit gefallen lassen. Die Ermittlungen in diesem Fall sollen noch laufen.

Auch die Privatvilla von Jürgen B. Harder und Franzi van Almsick wurde zu dieser Zeit von der Polizei durchsucht. Sicher kein Erlebnis, an das die Schwimmerin gerne zurückdenkt. „Es sind viele Dinge passiert, an denen ich sehr gewachsen bin. Und wirklich wachsen tust du nur, wenn dir einer mal so richtig ins Gesicht haut“, so die 35-Jährige. Trotzdem: „Ich bin froh, wenn das Jahr vorbei ist, bin aber trotzdem dankbar, dass es da war“. Starke Worte von einer starken Frau.

Franziska van Almsick im Interview Franziska van Almsick und ihr Lebensgefährte Jürgen B. Harder

Doch nicht alles ist 2013 für die sympathische Sportlerin schief gelaufen: Neben der Geburt ihres zweiten Sohnes hat Franzi auch ein neues Fitness-Programm auf den Markt gebracht. Mit ‚mybod-e‘ will sie Frauen helfen, sich wohl in ihrer Haut zu fühlen und auch im stressigen Alltag fit zu bleiben. Sie selbst soll nach der Geburt ihres Babys satte 14 Kilo in nur zwölf Wochen mit dem Programm verloren zu haben.

Macht sich da vielleicht Wehmut breit, wenn sie an ihre Sport-Karriere denkt? „Alles im Leben hat so seine Zeit. Da darf man nicht wehmütig sein. Es gibt nun mal Dinge, die sind irgendwann vorbei und damit muss man sich arrangieren. Es ist eher so, dass ich manchmal denke ‚Ach Gott, DAS hab ich mal gemacht?‘“. Waren früher noch sechs Tage Training die Woche à sieben Stunden an der Tagesordnung, widmet sich Franzi heute lieber anderen Dingen.

Dennoch: Den Ehrgeiz einer Profisportlerin verliert man nicht: „Früher hat sich alles um Sport gedreht. Man wollte die Beste sein, schneller schwimmen als die Anderen. Heute bin ich viel entspannter. Das macht es zwar manchmal nicht unbedingt einfacher - vor allem wenn man noch so hohe Ansprüche an sich selber hat. Ich muss zwar jetzt nicht mehr unbedingt die Beste sein, aber zu den Besten gehören will ich immer noch“, so Franzi.

Hier und da einen Tag Ruhe gönnt sich aber auch eine Vollblutsportlerin. Und das ist auch vollkommen okay, wie sie findet. „Es gibt so Tage, an denen muss man dran bleiben, muss auch mal Dinge machen, auf die man keinen Bock hat. Trotzdem: Auch ich esse gerne und lasse es mir mal gut gehen. Wichtig ist nur, dass sich alles in Balance hält.“

Und es ist wohl genau diese Balance und die innere Ruhe, die Franziska van Almsick im Moment braucht. Nicht nur, um den Alltag als zweifache Mutter zu meistern, sondern auch, um mit den schweren Vorwürfen gegen ihren Lebensgefährten zurecht zu kommen.

Bildquelle: RTL, dpa

Bildquelle: dpa bildfunk
— ANZEIGE —