Frank Rosin: Wie "Lotto spielen"

Frank Rosin
Frank Rosin © Cover Media

Frank Rosin (48) steht schon in den Startlöchern, neue Koch-Talente zu coachen.

- Anzeige -

'The Taste' geht los

Der Gaumen-Experte ('Rosins Restaurants - Ein Sternekoch räumt auf!') wird ab Mittwoch [8. Oktober] auf Sat. 1 mit den drei Koch-Profis Alexander Herrmann (43), Tim Mälzer (43) und Léa Linster (59) die Gerichte der Kandidaten verkosten. Dabei gibt es für die Juroren nur je einen Löffel voll zum Probieren, außerdem wissen sie nicht, welcher der Teilnehmer für welche Speise verantwortlich ist - nur der Geschmack zählt. Nach dem Probieren entscheiden die Juroren, ob der Kandidat weiter- und in ihr Team kommen soll. Im Verlauf werden die Köche von ihrem jeweiligen Mentoren gecoacht und ihre Gerichte werden abermals "blind" verkostet. Für Frank Rosin ist das Show-Konzept einmalig. "Der Kampf mit dem Löffel beginnt. Nirgendwo sonst gibt es in Deutschland einen Köche-Wettbewerb, bei dem Profis gegen Hobbyköche antreten. Die schenken sich nichts", erklärte er gegenüber dem Sender. Doch da der Gourmet-Profi ehrgeizig ist, möchte er natürlich den Sieg nach Hause fahren - das werde aber kein einfaches Unterfangen: "Ich will auf jeden Fall gewinnen. Aber wir haben viele starke Kandidaten, das wird hart und spannend zugleich. Doch am Ende zählt wie immer nur der Löffel. Das ist schlimmer als Lotto spielen."

Generell muss sich der in Dorsten geborene Gastronom nicht aufs Lottospiel verlassen, schließlich ist er ein erfolgreicher Restaurant-Besitzer und war bereits in vielen Kochsendungen zu sehen. In der Show 'Topfgeldjäger' fungierte er von 2010 bis 2013 als Juror, 2014 ließ er in 'Hell's Kitchen' Promis gegeneinander kochen und seit 2009 hilft er in seiner Doku-Serie 'Rosins Restaurants - Ein Sternekoch räumt auf!' verzweifelten Restaurant-Betreibern auf die Sprünge. Wieso stehen eigentlich so viele Gastronomen kurz vor der Pleite? "Viele Leute denken, wenn sie einen Teller Nudeln oder eine Tasse Cappuccino servieren können, sind sie auch befähigt, ein Restaurant zu führen. Das ist das eine Problem", stellte der erfahrene Unternehmer im Gespräch mit dem 'Handelsblatt' klar und meinte weiter, dass Köche oft keine guten Geschäftsleute seien: "Das andere große Problem ist aus meiner Sicht der fehlende wirtschaftliche Sachverstand bei Gastronomen. Guter Geschmack muss sich finanzieren können und ein Großteil der Sternegastronomie arbeitet heute mit Defizit." Er selbst kenne das Problem, dass die möglichen Restaurantbesucher von den saftigen Preisen abgeschreckt werden. "Es ist ein Teufelskreis: Die Preise werden ziemlich hoch angesetzt, um die vielen Plätze, die frei bleiben, mitzufinanzieren." Daher arbeitet der Koch mit dem Internetportal Groupon zusammen, um seine Menüs einem breiteren Publikum zugänglicher zu machen. Zwar wurde er für diesen Schritt "von vielen Kollegen ausgelacht", doch rentiere sich das Angebot für den Spitzenkoch. Für Frank Rosin muss gute Küche eben "nicht abgehoben und teuer sein".

Cover Media

— ANZEIGE —