Florian David Fitz und Matthias Schweighöfer sprechen über ihren neuen Film 'Der geilste Tag'

Fitz über Schweighöfer: "Du bist 'ne blöde Sau"
Florian David Fitz (l.) und Matthias Schweighöfer bei der Weltpremiere von "Der geilste Tag" in München © ddp images

Wenn Florian David Fitz (41, "Männerherzen") und Matthias Schweighöfer (34, "Der Nanny") zum Interview zu ihrer neuen Komödie "Der geilste Tag" einladen, sind Lacher vorprogrammiert. In einer entspannten Atmosphäre wird zwangsläufig etwas über den Film geplaudert, aber so richtig ernst bleiben können sie dabei nicht. "Was wäre denn Ihr geilster Tag?" ist für sie die absolute Un-Frage des Jahres, das wird sofort klar. Im Gespräch mit spot on news erzählen die Spaßvögel vom Dreh und vor allem voneinander. Dabei wird auch schnell deutlich: Wahre Liebe gibt es wohl wirklich nur unter Männern.

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Interview zu "Der geilste Tag"

 

Herr Fitz, Sie waren nicht nur Hauptdarsteller, sondern auch Drehbuchautor, Produzent und Regisseur. Matthias Schweighöfer hat den Film mit seiner Firma "Pantaleon Films" ebenfalls produziert. War die Rollenverteilung von Anfang an klar?

 

Florian David Fitz: Ja und nein. Es war klar, dass ich das Drehbuch schreibe, aber dass ich auch Regie führen würde, stellte sich erst später heraus. Die Suche nach einem Regisseur wurde absichtlich schleifen gelassen, wie ich jetzt mehr und mehr herauskriege, damit ich am Ende sozusagen unter Zugzwang stand. Und was die Rollen angeht, war das schon von Anfang an so gedacht, wobei wir zwischendrin auch einmal überlegt haben, es andersrum zu machen.

 

Im Film haben Sie sich einmal geküsst. Was ist denn das Weiblichste am anderen?

 

Matthias Schweighöfer: Passt auf, das ist jetzt eine krasse Zweideutigkeit: seine zarten rosa Lippen.

Fitz: Igitt, bist du eklig...

 

Und was ist das Weiblichste an Herrn Schweighöfer?

 

Fitz: Ich glaube tatsächlich, dass er einen Mund hat, um den ihn Frauen beneiden... Und die Titten sind auch nicht schlecht.

 

Sie haben sich während der Dreharbeiten sehr gut kennengelernt. Was für Marotten haben Sie dabei aneinander entdeckt?

 

Fitz: Ich habe versucht, jede einzelne Marotte, die ich von Matthias kenne, in seiner Figur auszuschlachten und zu überspitzen.

Schweighöfer: Flo ist ein Mensch ohne Marotten. Ein wirklich feiner Kerl mit großem Herzen. Das hat mich doch sehr überrascht.

 

Was ist denn so "typisch Florian" und "typisch Matthias"?

 

Fitz: Typisch Matthias sind auf jeden Fall schwarze Klamotten, schwarze Desert Boots und gerne auch ein T-Shirt, das - aus welchem Grund auch immer - über den Arsch geht. Typisch Matthias ist aber auch, dass er immer mindestens eine dreiviertel Stunde zu spät kommt, aber immer auch eine spannende Ausrede hat. Etwa: "Da stand ein schwarzer Hund gähnend auf der Straße". Und natürlich sein riesiger Humor und seine Schlagfertigkeit, die sich mit Sekundenschlaf abwechselt.

Schweighöfer: Florian ist sehr intelligent und hat eine große Leidenschaft für Gesellschaftsspiele, egal wo man ist. Das ist kein Witz! Typisch für Flo ist auch folgende Situation: Er kommt in einen Raum voller Stühle und bevorzugt trotzdem das Fensterbrett oder setzt sich in die hinterste Ecke auf den Boden, wenn er denken muss. Außerdem läuft er am liebsten ohne Schuhe oder barfuß durch die Gegend. Er ist ein feiner Typ und ein guter, guter Freund.

 

Wo haben Sie am liebsten gedreht?

 

Fitz: Bei Matthias war das Kapstadt und ich habe am liebsten in der Wüste gedreht. Das hing sehr mit dem Drehplan zusammen: Die anstrengendsten Szenen waren in München oder Kapstadt. Deshalb fand ich es dort viel entspannter. Die Wüste hat irgendwas Magisches. Auch etwas Klares und Unaufgeregtes.

Schweighöfer: Ja, etwas ganz Magisches...

Fitz: Du bist 'ne blöde Sau! Ich hasse dich.

 

Sie haben auch viel in München gedreht. Haben Sie Lieblingsorte in der Stadt?

 

Fitz: Klar, aber die möchte man natürlich nicht verraten, weil es eben die Lieblingsplätze sind. Da gibt es viele Orte, die jeder kennt. Das Geheimnis ist, dann hinzugehen, wenn niemand dort ist. Der Englische Garten im Nebel zum Beispiel.

Schweighöfer: Ich als Berliner habe auch meine Lieblingsorte hier! Ich liebe es, im Sommer am Inn abzuhängen, außerdem mag ich die Marienoper und natürlich den Spanischen Garten.

 

Im Film sind Sie schwerkrank. Wer ist denn der größere Hypochonder von Ihnen beiden?

 

Schweighöfer: Definitiv ich!

Fitz: Nicht nur das, Matthias hat das Hypochonder-Sein erfunden.

 

Jeder fragt nach dem geilsten Tag. Was wäre denn beispielsweise ein echt "ungeiler" Tag?

 

Schweighöfer: Ein ungeiler Tag fängt damit an, dass man viel zu lange weg war, total verkatert ist, die Kinder zwei Stunden zu früh aufstehen und man weiß, dass man erst wieder um acht Uhr ins Bett kommt.

Fitz: Ich stehe auf, bleibe an der Leiter meines Hochbetts hängen und knall' erstmal mit den Schneidezähnen aufs Parkett.

 

Im Film kommt eine ziemlich schräge Sex-Szene vor, bei der eine Britin durch Wörter wie "Blitzkrieg" angetörnt wird. Woher kommt diese Idee?

 

Fitz: Ich weiß, dass es das wirklich gibt. Ich habe in Amerika gelebt und die haben eine ganz andere Einstellung zu den Nazis als wir. Die denken, das ist ein Gag und finden es tatsächlich auch ein bisschen sexy. Wenn du auf Pornoseiten "Nazi" eingibst, wirst du bestimmt fündig.

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