Florian David Fitz und Julia Koschitz: Harter Dreh

Florian David Fitz und Julia Koschitz
Florian David Fitz und Julia Koschitz © Cover Media

Florian David Fitz (41) und Julia Koschitz (41) durchlebten beim Dreh zu 'Hin und weg' schmerzhafte Momente.

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In Tränen aufgelöst

In dem Drama spielt Florian den an ALS erkrankten Hannes, der sich dazu entscheidet, seinem Leben ein Ende zu setzen: Gemeinsam mit der Familie radelt er nach Belgien, um dort durch Sterbehilfe aus dem Leben zu scheiden. Julia spielt seine Frau Kiki, die als einzige von dem Vorhaben ihres Mannes weiß - der Rest der Familie glaubt an eine nette Fahrradtour.

In einer emotionalen Szene stirbt Hannes durch eine tödliche Injektion in Kikis Armen und im Interview mit der 'Bild'-Zeitung sprachen die beiden Hauptdarsteller über den intensiven Moment. "Mich hat diese Szene schon beim Lesen [des Drehbuchs] fertiggemacht", gestand Julia Koschitz, während Florian David Fitz enthüllte, dass auch routinierte Kollegen wie Jürgen Vogel (46), der Hannes' Kumpel Michael spielt, nicht lockerlässig in die Szene reingehen konnten: "Das hat uns alle mitgenommen. An dem Tag wurde ganz viel um Kleinigkeiten diskutiert, und ich dachte kurz: 'Schei*e, jetzt machen wir diese Szene kaputt!' Aber irgendwann habe ich Jürgen unten sehr angespannt eine rauchen gesehen und dann wurde mir klar, dass wir alle nur Schiss hatten, uns in dieser Situation auszuliefern." Julia musste sogar noch weinen, als ihr Part schon abgedreht war und nur noch ihre Kollegen vor der Kamera agierten. "Ja, man kann sagen, die Szene hat funktioniert, ich konnte überhaupt nicht mehr aufhören zu weinen", gab die Künstlerin zu.

'Hin und weg' kommt am 23. Oktober ins Kino - zur perfekten Zeit, denn die Diskussion um aktive Sterbehilfe in Deutschland ist gerade wieder in aller Munde. Im Gespräch mit 'web.de' äußerte sich Florian zum assistierten Suizid: "Das ist ein sehr schwieriges Thema. Ich respektiere jeden, der eine andere Meinung dazu hat und zum Beispiel sagt, das sollte Gott entscheiden. Am Ende wünsche ich mir schon in einem Land, das die Aufklärung hinter sich hat, dass der Mensch für mündig gehalten wird, was sein eigenes Leben angeht." Ob er selbst so sterben wollen würde wie Hannes - freiwillig und umgeben von seinen Liebsten? Diese Frage fiel Florian David Fitz schwer: "Man kann es sich zwar ausmalen, wie man sich seinen Tod wünscht. Meistens ist es aber völlig anders, wenn es so weit ist. Das kann ich beim besten Willen nicht beantworten. Natürlich will ich nicht alleine sterben."

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