Hollywood Blog by Jessica Mazur

First-Class-Behandlung für Olsen-Zwillinge

First-Class-Behandlung für Olsen-Zwillinge
First-Class-Behandlung für Olsen-Zwillinge

von Jessica Mazur

Wie die Zeit vergeht, wenn man Spaß hat... Mein vierundzwanzigstündiger "Vegas, Baby! Vegas!" Kurztrip ist schon fast wieder zu Ende und war, wie alles in Sin City, mit einer Menge "excitement" verbunden. Das Santana Konzert, dass wir gestern Abend besuchten, war ein voller Erfolg und hingegen meiner gestrigen Prophezeiung hatte sich der mittlerweile 61-jährige Carlos Santana überraschenderweise doch dazu entschieden, den neuen "Neon Look" zum Besten zu geben und performte seine größten Hits in neon-grünem Shirt mit pinkfarbenen Punkten ;-). Was mich allerdings wunderte, war der Standort der Konzerthalle "The Joint". Die befindet sich nämlich im legendären Hard Rock Hotel, von dem ich immer dachte, dass es sich mitten in Las Vegas befindet. Ich revidierte meine Meinung aber keine fünf Minuten nachdem ich vor dem Hotel aus dem Auto stieg: das Hard Rock Hotel liegt nicht in Vegas, sondern in "SILIKON Valley". Just in dem Moment, in dem wir im Hotel ankamen, ging dort nämlich gerade die berühmt-berüchtigte, sonntägliche Pool-Party "Rehab" zu Ende, und wir mussten uns durch einen Schwung in winzige pinkfarbene Bikinis gequetschte, übergroßer Plastikbusen quetschen, deren wasserstoffblonden Besitzerinnen den Nachmittag unter der heißen Wüstensonne unübersehbar mit dem ein oder anderen Drink verbracht hatten und nun auf goldenen oder silbernen High Heels aus dem Hotel staksten. Wow, so viele Plastikkörperteile auf einem Haufen bekommt man selbst in LA nicht zu Gesicht...

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Eine Sache ist in Vegas und Los Angeles allerdings absolut identisch: ohne Celebrity-Status und/oder einer Menge Dollarscheinen in den Taschen läuft nicht viel... Nach dem Santana Konzert beschlossen wir nämlich, unser Glück im hippen und derzeit total angesagten Szene-Restaurant "Lavo" im Palazzo Resort Hotel auf dem Vegas Strip zu versuchen. Nachdem wir allerdings dem jungen Mann an der Tür mitteilten, dass wir gerne spontan einen Tisch hätten, wurden wir nur müde belächelt. Okay, ist verständlich. Wo läuft heutzutage noch was ohne Reservierung? Doch wer rauscht da plötzlich an uns vorbei, ebenfalls OHNE Reservierung, dafür aber mit einer Posse von zehn Leuten im Schlepptau? Die Olsen-Twins! Ashley mit Schlabber-Hose und Blazer und Mary-Kate mit großem Krempenhut (kann natürlich auch andersrum gewesen sein, ist ja nicht so einfach, die beiden auseinander zu halten...). Ich muss wohl gar nicht erst erwähnen, dass die Olsen-Twins (eine kleiner als die andere) SOFORT an einen Tisch geleitet wurden, schön abgeschirmt im VIP-Bereich. Frechheit, besonders wenn man bedenkt, dass die beiden vermutlich sowieso kaum was gegessen haben... Immerhin wurde uns aber angeboten, den Clubbereich des Ladens aufzusuchen (das "Lavo" ist nämlich nicht nur Restaurant, sondern auch ein angesagter Nightclub), was wir auch taten und wo zu späterer Stunde dann auch Mary-Kate und Ashley das Tanzbein schwangen (natürlich wieder in einem VIP-Separee mit "Free Bottle Service"). Nicht schlecht so eine "First Class"-Behandlung! Am Ende des Abends habe ich deshalb auch noch mal mein Glück beim "Gambling" versucht, in der Hoffnung, mich mit dem Jackpot in der Tasche ebenfalls in die "Who is Who Liga" von Vegas und LA katapultieren zu können. Eine Stunde und 150 Dollar weniger in der Tasche später, war diese Hoffnung dann allerdings auch schon wieder begraben...;-)

Aber was soll´s? Schließlich ist Vegas auch ohne VIP-Treatment immer einen Kurztrip wert. Nur den Privat-Jet mit dem Celebrities für gewöhnlich in einer knappen Stunde von LA nach Vegas fliegen, den hätte ich gerne. Ich kann mir nicht helfen, aber irgendwie klingt das verlockender, als die vier Stunden Fahrt durch die Mojave-Wüste, die mir jetzt bevorstehen...

Viele Grüße aus dem MGM in Las Vegas sendet Jessica Mazur.

 

First-Class-Behandlung für Olsen-Zwillinge
© Bild: Jessica Mazur