'Findet Dorie': Mit der Fortsetzung von 'Findet Nemo' schafft Pixar einen Film für die ganze Familie

Dorie sorgte in den USA schon für Besucherrekorde
Dorie ist zurück - und sie kann sich immer noch nichts merken © Pixar

4,5 von 5 Sternen

"Haaallooo" – endlich schwimmt die sympathisch vergessliche Dorie wieder durch den großen weiten Ozean und nimmt uns auf ein neues Abenteuer mit. Ganze 13 Jahre haben sich die Macher von 'Findet Nemo' Zeit für eine Fortsetzung gelassen. Diesmal geht es allerdings nicht um den besorgten Clownfisch-Vater Marlin (deutsche Stimme: Christian Tramitz), der einst seinem verschollenen Sohn Nemo hinterherschwamm, sondern um Dorie (vertont von Anke Engelke), einst als Marlins Sidekick eher eine Nebenfigur. Nun macht auch sie sich auf die Suche – die Suche nach ihren Eltern, nach einer Familie und nach sich selbst.

Von Irena Bauer 

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13 Jahre mussten die 'Findet Nemo'-Fans auf eine gelungene Fortsetzung warten

Auch wenn wir so lange auf diese Fortsetzung warten mussten, knüpft das Sequel nahtlos an die Ereignisse von 'Findet Nemo' an: Es sind nur sechs Monate vergangen, seit Clownfisch Marlin und Paletten-Doktorfisch Dorie den kleinen Nemo retten konnten. Die drei Freunde leben jetzt gemeinsam ein friedliches Leben in ihrem Riff. Doch eine Sache fehlt: Dories Familie. Immer wieder kommen in kurzen Erinnerungsfetzen Bilder ihrer Eltern Charlie und Jenny hoch. Dorie litt schon als kleiner Babyfisch am Verlust ihres Kurzzeitgedächtnisses, der auch daran schuld war, dass sie auf tragische Weise ihre Eltern verlor.

Da man seine Familie zwar aus den Augen verlieren kann, aber niemals aus seinem Herzen, vermisst Dorie ihre Mama und ihren Papa ganz schrecklich. Und so muss sie ihre Freunde nicht lange überreden, und das Dreiergespann macht sich auf die Suche nach ihrer Familie. Dabei landen sie im 'Marine Life Institut', einem Meerestierpark, in dem kranke Meeresbewohner gesund gepflegt werden. Hier wurde Dorie geboren.

Niiiedlich! Dorie war schon als Baby vergesslich
Niiiedlich! Dorie war schon als Baby vergesslich Hinreißender Clip aus Disneys 'Findet Dorie' 00:00:54
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Dorie auf der Suche nach ihrer Familie
Hank hilft Dorie bei der Suche nach ihren Eltern © Pixar

Die beiden Clownfische Nemo und Marlin sind zwar noch immer wichtige Schlüsselfiguren, bekommen aber immer weniger Leinwandzeit. Und so ist es nicht verwunderlich, dass neue Figuren hinzukommen und dem ganzen Film einen frischen Wind verleihen. Der griesgrämige Oktopus Hank (gesprochen von Roland Hemmo) etwa begleitet Dorie durch den gesamten Tierpark, hilft ihr aus brenzligen Situationen und führt sie mit alten Freunden aus Kindertagen wieder zusammen. Zwischen all den Liebesfilmen dieses Kinojahres ist es wirklich erfrischend, einen Film zu sehen, der vor allem von Freundschaft und Familie handelt.

Einen echten Bösewicht gibt es in dem Film nicht, aber den braucht man auch gar nicht. Der Wechsel von lebensbedrohlichen Situationen, neuen Entwicklungen und wunderbaren Wendungen hält den Spannungsbogen ziemlich weit oben, und die 97 Minuten verfliegen fast unmerklich. 

Dorie auf der Suche nach ihren Eltern
Kann Dorie mit Hilfe von Marlin und Nemo ihre Familie finden? © Pixar

In optischer Hinsicht haben sich die Pixar-Macher mal wieder selbst übertroffen. Hinzu kommt, dass der Film jetzt auch in 3D gezeigt wird. So ist der Zuschauer noch näher an den Figuren dran und kann in die Welt von Marlin, Dorie und Nemo abtauchen. Vor 13 Jahren war der erste Teil 'Findet Nemo' noch ein typischer Kinderfilm. Doch jetzt sind die einstigen Fans erwachsen geworden. Eine Gefahr für den Erfolg des Kinofilms? Mitnichten! Hier kommen Kinder genauso auf ihre Kosten wie ihre Eltern.

Das einzig irritierende ist der Filmtitel: Auf den ersten Blick suggeriert er, dass es diesmal um die Suche nach Dorie ginge wie einst bei 'Findet Nemo'. Aber am Ende passt er dann doch, denn obwohl Dorie auf die Suche nach ihren Eltern geht, findet sie im Grunde sich selbst. Während sie früher das Gefühl hatte, nicht vollständig zu sein, weiß sie nun, wo sie herkommt und dass sie geliebt wird. Eine schöne Botschaft, in dersichgroße und kleine Zuschauer gleichermaßen wiederfinden können.

Kinostart: 29. September 2016

Genre: Kinderfilm, Animationsfilm

Originaltitel: Finding Dory

Filmlänge: 97 Min.

Deutsche Synchronsprecher: Anke Engelke, Christian Tramitz

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