Filmkritik 'Machete Kills' - Kinostart: 19.12.

Danny Trejo kehrt als Machete zurück auf die Leinwand.
'Machete Kills' - Am 19.12. kehrt der messerschwingende Mexikaner zurück auf die Leinwand.

4 von 5 Punkten

Machete – bei seinen Feinden löst dieser Name Angst und Schrecken aus, bei Filmfreunden seit dem gleichnamigen Streifen aus dem Jahre 2010 Begeisterung. Jetzt kehrt der messerschwingende Mexikaner alias Danny Trejo mit ‚Machete Kills‘ zurück auf die Leinwand. Und im zweiten Teil der angekündigten Machete-Trilogie von Kultregisseur Robert Rodriguez geht es - wie sollte es anders sein - ziemlich blutig zur Sache. Der mit Mel Gibson, Jessica Alba, Amber Heard, Charlie Sheen, Vanessa Hudgens, Lady Gaga u.v.m. äußerst prominent besetzte Action-Streifen ist nichts für Zartbesaitete.

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Der erste Star muss bereits nach fünf Minuten dran glauben. Machetes Partnerin Sartana (Jessica Alba in hautenger Kampfmontur) wird während eines Gemetzels mit korrupten US-Soldaten und mexikanischen Drogenschmugglern von einem geheimnisvollen Maskierten vor Machetes Augen ermordet. Viel Zeit für Trauer bleibt ihm nicht. Von niemand Geringerem als dem US-Präsidenten (Charlie Sheen) erhält er einen Spezialauftrag: „Machete, Zeit ein paar Ärsche zu treten!“

Die mexikanische Kampfmaschine soll seinen durchgedrehten Landsmann Mendez (Demián Bichir, ‚A Better Life‘), der eine Rakete auf Washington gerichtet hat, außer Gefecht setzen. Im Gegenzug winkt die US-Staatsbürgerschaft. Mendez, der zu allem Überfluss eine multiple Persönlichkeit hat, entpuppt sich als echte Zeitbombe: Der Auslöser der Rakete ist an seinen Herzschlag gekoppelt. Doch das ist nicht der einzige durchgeknallte Finsterling, mit dem sich Machete rumschlagen muss. Eine wildgewordene Puffmutter (gespielt vom kolumbianischen Kurven-Model Sofía Vergara) – samt umgeschnallten Maschinengewehr-BH – sowie ein mysteriöser Auftragskiller ‚El Camaleón‘, der sein Gesicht dank abziehbarer Gummi-Masken wechselt wie seine Unterhosen (unter anderem Lady Gaga in ihrem Kino-Debüt), seien hier mal beispielhaft angeführt. Und der Oberschurke Luther Voz (Mel Gibson) hat es sogar auf Machetes DNA abgesehen ...

Machete und Luz (Michelle Rodriguez)
Blindes Vertrauen: Machete und Luz (Michelle Rodriguez)

Keine Frage, trotz der berühmten Besetzung ist Danny Trejo hier der unangefochtene Star. Die Figur des Machete ist dem 1,70 Meter kleinen Mann wie seine zahlreichen Tattoos auf den durchtrainierten Leib geschrieben. Im wahrsten Sinne: Regisseur Rodriguez, übrigens Cousin des 1944 in Los Angeles geborenen Trejo, hat die Figur eigens für den Mann mit dem markanten Schnauzbart-Gesicht kreiert. Perfekt besetzt ist aber auch die Rolle des US-Präsidenten, der es mit Moral und Ehre nicht so genau nimmt. Den „mächtigsten Mann der Welt“ zu spielen, scheint genau Charlie Sheens Kragenweite zu sein.

Fans von Rodriguez (‚Planet Terror‘, ‚Death Proof‘ oder ‚Sin City‘) wissen: Der 45-jährige Tarantino-Busenfreund mag es rasant, brutal und abgefahren. Und auch in ‚Machete Kills‘ tobt er sich in den 107 Minuten ordentlich aus. Da muss man als Zuschauer zusehen, dass man mit dem Tempo und den zahlreichen Schurken Schritt hält. Mit dem Aufkreuzen von Mel Gibson, dem die Rolle des größenwahnsinnigen Waffenfabrikanten Luther Voz extrem gut zu Gesicht steht, wird dem Action-Streifen neben aller Absurdität auch noch eine Portion Science-Fiction beigemischt. Vielleicht ja ein Vorgeschmack auf Teil 3. Glaubt man dem Fake-Trailer ‚Machete Kills Again … In Space‘, der zu Beginn des Films gezeigt wird, räumt Machete dann beim nächsten Mal im Weltall auf. Man darf gespannt sein!

Von Anja Blanuscha

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