Filmkritik 'Kindsköpfe 2' - Kinostart: 18. Juli

'Kindsköpfe 2' Filmkritik
(v. links n. rechts) Selma Hayek, Kevin James, Chris Rock, Maria Bello, David Spade und Adam Sandler

2,5 von 5 Punkten

Endlich ist sie da, die lang erwartete Fortsetzung der Erfolgskomödie ‚Kindsköpfe‘. Kann der zweite Teil das Original noch toppen? Leider nein. Während der Vorgänger noch mit einer originellen Handlung glänzte und die Lacher gut platziert waren, enttäuscht dieser Teil mit einer schwachen Story und primitiven Gags. Die halbe Besetzung von ‚Saturday Night Life‘ scheint außerdem in diesem Film eine Gastrolle ergattert zu haben. Das kann die Mängel im Drehbuch aber nicht ausgleichen.

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Lenny ( Adam Sandler) ist mit seiner Familie raus aus Hollywood und wieder in seine Heimatstadt gezogen, in der er und seine High-School Freunde Eric ( Kevin James), Kurt ( Chris Rock) und Marcus ( David Spade) aufgewachsen sind. Diesmal sind es allerdings die Erwachsenen, die etwas von ihren Kindern lernen, und das an einem Tag voller Überraschungen und Ereignisse. Es ist der letzte Tag vor den Sommerferien. Erwachsene treffen auf Jugendliche und müssen sich eingestehen, dass sie keine Teenies mehr sind, sondern schlicht und ergreifend alt geworden sind. Das zu akzeptieren fällt der Gruppe jedoch sichtlich schwer…

Sandler und Co. reißen einiges raus

'Kindsköpfe 2' Filmkritik
(v. links n. rechts) Chris Titone, Jared Sandler, Milo Ventimiglia und Taylor Lautner. © dpa, Sony

Im Film trauern die vier Freunde ihrer Vergangenheit hinterher. Der Zuschauer tut dies auch, schließlich waren Adam Sandlers Filme in der Vergangenheit auch noch lustiger. Einen Anknüpfungspunkt zum Original sucht man vergebens. Daher blickt man zuerst gar nicht richtig durch, obwohl die Handlung wenig komplex ist. Sandler, James, Rock und Spade harmonieren jedoch klasse auf der Leinwand. Sie sind ein eingespieltes Team und schaukeln sich gegenseitig bei ihrem Klamauk gerne hoch.

Diese überzeugend agierenden Schauspieler sind leider Opfer eines dürftigen Drehbuchs geworden. ‚Twilight‘-Hottie Taylor Lautner (spielt den durchtrainierten Andy) hätte eine gute Story auch nicht gerettet. Er sollte lieber dabei bleiben, sein Shirt auszuziehen - wenigstens seine Muskeln enttäuschen für gewöhnlich nicht.

nsonsten treten sich hier leider die Stars derart auf die Füße, dass kaum einer seine Stärken ausspielen kann. Zu wenig Augenmerk wird auf die einzelnen Figuren gelegt. Auch erstklassige Schauspielerinnen wie Salma Hayek lassen nicht gerade durchblicken, dass sie bereits einen Oscar gewonnen haben. Das komödiantische Talent der vier Hauptdarsteller kann aber einiges wieder raushauen.

Ein Pluspunkt ist, dass man auch an vielen Stellen über die Schwachpunkte hinweg sehen und trotz einiger misslungener Timings herzlich lachen kann – vorausgesetzt, man steht auf derbe Scherze und Spielereien mit Körperflüssigkeiten. Treue Adam Sandler Fans kommen bei ‚Kindsköpfe 2‘ auf jeden Fall auf ihre Kosten, aber die Sommer-Komödie 2013 wird dieser Film garantiert nicht.

Von Anne Jaworski

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