Filmkritik 'Das ist das Ende' - Kinostart: 8. August 2013

Lustiger Klamauk: Das ist das Ende
James Franco, Jonah Hill, Seth Rogen, Jay Baruchel

3,5 von 5 Punkten

Jede Menge Stars von Seth Rogen über Jonah Hill bis zu Emma Watson spielen sich selbst in einer Komödie, bei der eine wilde Party bei James Franco aus dem Ruder gerät, weil die Apokalypse über Hollywood hereinbricht. Klingt total bescheuert? Ist es auch. Aber man kann herzlich lachen, und das, obwohl diese eher billige Klamotte ziemlich trashig gemacht ist.

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Aber zum Glück macht Seth Rogen, der zusammen mit seinem alten Kumpel aus Kanada, Evan Goldberg, das Drehbuch schrieb, niemals einen Hehl daraus, dass es sich bei seinem Regiedebüt (ebenfalls gemeinsam mit Goldberg) um Trash handelt. Denn Rogen und seine Freunde toben sich vor der Kamera so begeistert aus, dass man das dumpfe Gefühl bekommt, die Dreharbeiten wären lustiger gewesen als das Endergebnis. Aber gerade weil die Jungs die ganze Zeit über ihre eigenen Gags zu lachen scheinen, verzeiht man ihnen die eine oder andere Dämlichkeit und lacht herzlich mit.

Die Story ist natürlich an den Haaren herbeigezogen. Seth Rogen (Seth Rogen, ‚Beim ersten Mal‘) und sein Freund Jay Baruchel (noch ein Kanadier im Bunde: Jay Baruchel aus ‚Zu scharf um wahr zu sein‘), zwischen denen irgendein nicht genauer definiertes Homo-Ding zu laufen scheint, machen sich auf den Weg zu einer Party bei James Franco (James Franco, ‚127 Hours‘), der wiederum total verknallt in Seth Rogen ist und damit die Gerüchte über seine Homosexualität auf die Schippe nimmt. Alles, was jung, heiß und/oder lustig ist im Showbiz, scheint auf dieser Sause abzuhängen. Rihanna, natürlich gespielt von Rihanna, sagt ein paar Sinnlosigkeiten auf, und Michael Cera (ebenfalls Kanadier: Michael Cera, der Milchbubi, der aus Versehen ‚Juno‘ im gleichnamigen Film schwängerte) legt alles flach, was nicht bei drei aus der Badezimmertür ist und spielt mit seinem Image als harmloser Junge Hollywoods.

Man hat definitiv Platteres gesehen

Das ist das Ende: Emma Watson
Emma Watson dreht durch

Da bebt auch schon die Erde, die Hollywood Hills liegen in Flammen, und vor Francos Haus tut sich ein riesiger Krater auf, in dem zum Glück zuerst Rihanna verschwindet, aus der sicher keine große Schauspielerin mehr wird. Die wenigen Überlebenden der Party, darunter auch Comedian Jonah Hill (Jonah Hill, der zusammen mit Seth Rogen schon in ‚Superbad‘ zu sehen war) zanken sich um das einzige Milky Way im Haus und darum, wer wohin ejakulieren darf. Jungs unter sich eben. Wer denkt, es würde etwas gesitteter zugehen, als Emma Watson nach einiger Zeit noch aus einem Versteck gekrochen kommt, irrt gewaltig. Guter Geschmack ist bei allen Beteiligten Fehlanzeige, und so wird auch mal mit einem noch Blut spritzenden Kopf Fußball gespielt, und der Beelzebub ist zwischen den Beinen extrem gut bestückt….

Noch Fragen? Kommen Sie, wir alle haben doch wirklich schon Platteres und Ekligeres gesehen in US-Komödien! In künstlerischer Hinsicht ist dieser Film natürlich keineswegs empfehlenswert, aber wir finden: kann man machen, einfach schon, weil die Jungs so respektlos sind und so unverhohlen Spaß daran haben, sich mit reichlich Plattitüden über sich selbst lustig zu machen. Definitiv trotz seiner Schwächen einer der lustigsten Filme des Sommers.

Von Mireilla Zirpins

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