Filmfest Cannes: Wegen Hitler-Äußerung verbannt

Eklat beim berühmtesten Filmfestival der Welt: Der dänische Regisseur Lars von Trier ist wegen umstrittener Äußerungen über Adolf Hitler von der Veranstaltung ausgeschlossen worden. Seine Anmerkungen seien inakzeptabel, nicht hinnehmbar und verstießen gegen die Ideale von Menschlichkeit und Großmut, erklärte des Festival. Von Triers neuer Film "Melancholia" ist allerdings nicht vom Wettbewerb ausgeschlossen. Das Werk galt als Anwärter für die Goldene Palme, die für den besten Spielfilm vergeben wird.

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Von Trier hatte am Mittwoch auf einer Pressekonferenz im Scherz gesagt, er verstehe Hitler ein bisschen. Er sei aber nicht "für den Zweiten Weltkrieg. Und ich bin nicht gegen Juden." Auslöser der Äußerungen war eine Frage nach seinem Interesse an der Nazi-Ästhetik. Nachdem die Festspiele eine Erklärung verlangten, entschuldigte sich der 55-Jährige. Der Ausschluss von Triers kam für Journalisten und Kritiker auf dem Fest überraschend.

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