Feuriger Fusion-Pop mit dem Orkestra Mendoza

Orkestra Mendoza
Auch Weltmusiker brauchen mal ein Päuschen: Orkestra Mendoza. Foto: Josh Harrison © deutsche presse agentur
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Farbenfroh ist schon das schräge Cover-Artwork mit den musizierenden Tiermenschen. Und auch der Sound des Orkestra Mendoza ist eine äußerst bunte Mixtur: Folk und Pop, Latin und Cumbia, Mambo und Ska, Reggae und Elektronikeffekte, Mariachi-Gebläse und schmachtende Balladen wie "Misterio" werden auf "Vamos A Guarachar" (Glitterbeat/Indigo) zu einem spritzigen Worldmusic-Cocktail verquirlt.

Wer jetzt angesichts der genannten Stil-Ingredienzen an Calexico - die neben Giant Sand wichtigste Band aus der Schmelztiegel-Stadt Tucson - denkt, liegt nicht weit daneben. Denn wie die weltweit erfolgreiche Band um Joey Burns/John Convertino (die bei "Misterioso" auch beide mitspielen) in ihren feurigsten Momenten klingt zeitweise das aus sechs festen Mitgliedern und vielen Gästen bestehende Orkesta.

Bandboss Sergio Mendoza wurde in der geteilten Grenzstadt Nogales/Arizona (USA) geboren und wuchs in Nogales/Sonora (Mexiko) auf. Rock 'n' Roll gesellte sich für ihn zur latein- und südamerikanischen Folklore. 2012 wandte sich Mendoza mit dem Album "Mambo Mexicano" wieder den Sounds seiner Jugend zu.

"Vamos A Guarachar" treibt die Fusion mit grenzüberschreitenden, temperamentsprühenden Songs nun auf die Spitze. In einer Zeit, in der der republikanische US-Präsidentschaftskandidat Donald Trump von einer Riesenmauer zwischen den USA und Mexiko spricht, ist eine so kulturenverbindende Platte noch wertvoller als ohnehin schon.

Konzerte: 10.11. Berlin, Maschinenhaus; 12.11. Haslach, Haus der Musik.


Quelle: DPA
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