Fesselspiele bei Jennifer und Gerard

Fesselspiele bei Jennifer und Gerard

Gerard Butler macht Jennifer Aniston mit Handschellen am Metallbett fest – kein Wunder, dass schon nach dem ersten Trailer die Gerüchteküche brodelte und den beiden eine heiße Affäre am Set angedichtet wurde. Wer allerdings glaubt, dass es zwischen den beiden im Film richtig heiß zur Sache geht, liegt definitiv falsch. Denn da können die beiden sich nicht riechen, sind sogar geschiedene Ex-Eheleute, und er will sie in den Knast bringen.

Sie hat nämlich als karrieregeile Journalistin Nicole die Kautions-Auflagen verletzt, die ihr wegen eines Verkehrsdelikts aufgebrummt wurden. Und da ihr abgehalfterter Ex-Mann Milo nun seine Brötchen als Kopfgeld-Jäger verdient, ist das der Traumjob für ihn. Zudem scheint die Kohle leicht verdient, denn Nicole stöckelt auf so hohen Manolo Blahniks durch die Gegend, dass Milo sie schnell eingefangen hat, obwohl er selbst nicht gerade eine Sportskanone ist.

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Natürlich hat Nicole kräftig was dagegen, ins Kittchen zu wandern. Schließlich recherchiert sie gerade in einem brisanten Mordfall. Und so versucht sie, Milo auf der Fahrt zum Knast ständig auszutricksen, bis sie beide um ihr Leben rennen müssen. Ob es da nicht doch angebracht wäre, gemeinsame Sache zu machen?

Sie sehen schon, die Handlung ist äußerst vorhersehbar, und die Gagdichte hält sich leider auch in Grenzen. Jennifer Aniston muss einmal mehr das Klischee von der unglücklichen Karrierefrau bedienen, das ihr auch im Privatleben nachläuft. Und Gerard Butler spielt ebenfalls eine Rolle, die man ihm schon mehrfach aufgetragen hat: Wie zuletzt schon in „Die nackte Wahrheit“ gibt er den kernigen Kerl, der aufs Sofa sabbert, mit vollem Mund spricht und nicht rafft, dass zum völligen Männerglück neben einer Dose Bier auch eine nette Frau gehören kann.

Zum Glück stimmt wenigstens die Chemie zwischen den beiden, sodass man über die Flaute in der Mitte und manche Schwäche im Drehbuch halbwegs hinwegkommt. Seien wir ehrlich: Niemand wird wegen der eher uninspirierten Geschichte in diese seichte Action-Komödie gehen, sondern die Marketing-Maschine setzt voll darauf, dass jeder wissen will, ob die beiden sich tatsächlich am Set ineinander verliebt haben könnten – wie einst Jennifer Anistons Ex-Mann Brad Pitt in Angelina Jolie beim Dreh von „Mr. & Mrs. Smith“, einem anderen „Was sich neckt, das liebt sich“-Streifen. Wer nur das wissen will, schaut sich am besten unser exklusives Video-Interview mit den beiden an. Denn da reden sie Klartext darüber, was nun dran ist an den Gerüchten.

Von Mireilla Zirpins

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