Fernanda Brandao: Die hässlichen Seiten ihrer Heimat

Fernanda Brandao
Fernanda Brandao © Cover Media

Fernanda Brandao (31) weiß, dass die Fußball-WM in Brasilien die Aufmerksamkeit auch auf die dunklen Ecken des Landes wirft.

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Zu Besuch in Brasilien

Die Sängerin und DSDS-Jurorin verbrachte ihre ersten Lebensjahre in dem südamerikanischen Land, wanderte mit neun Jahren mit ihrer Mutter nach Deutschland aus. Obwohl sie in Brasilien nicht in einem Armenviertel, sondern behütet in der Mittelschicht groß wurde, war die Gewalt, die das Land immer wieder erschüttert, spürbar: "Mein Tischnachbar war einer, der in einem Slum gewohnt hat. Eines Morgens kam er nicht mehr zur Schule", berichtete sie im Interview mit 'rtl.de'. "Zwei Monate später kam er wieder und erzählte, dass seine Mutter erschossen wurde. Das war Realität in der Schule."

Für die Brasilianer gehe es im Alltag mitnichten darum, sich am Strand in der Sonne zu bräunen: "Die kämpfen ums Überleben jeden Tag. Sie kämpfen auch, dass sie keine verlorene Kugel trifft, wenn die Polizei hochkommt und auf einen schießt."

Fernanda hatte Glück: Sie verlebte in Belo Horizonte eine schöne Kindheit. Ihre Mutter Sila erinnerte sich im Interview an ihre "sehr emanzipierte, sehr ruhige" Tochter, die mit den Nachbarskindern im Innenhof gespielt und auf Strommaste geklettert ist.

Die beiden haben ein gutes Verhältnis und stehen sich immer noch sehr nahe. Einmal allerdings gab es richtig Krach zwischen Mutter und Tochter: als sich Fernanda heimlich tätowieren ließ. Noch heute ziert ein Tigerbaby ihren durchtrainierten Bauch: "Da hat meine Mutter eine Woche lang nicht mehr mit mir gesprochen. Also liebe Kinder, tätowiert euch nicht vor dem 18. Geburtstag", erinnerte sich Fernanda Brandao im Interview mit 'Tik Online' lachend, hält an der "Jugensünde" allerdings fest: "Ich bereue es nicht, es gehört zu mir. Ich rate aber jedem - vor allem jungen Menschen, die sich tätowieren lassen wollen -, macht lieber Fake-Tattoos drauf, gewöhnt euch an das Motiv und wenn ihr dann wirklich immer noch sicher seid und die Eltern das erlauben, dann okay."

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