Felix Jaehn: Wer ist dieser deutsche Super-DJ?

Felix Jaehn: Wer ist dieser deutsche Super-DJ?
Felix Jaehn begeistert die Massen beim Parookaville Festival © Facebook/Felix Jaehn

Er ist gerade mal 20 Jahre alt, hat aber schon jetzt Musik-Geschichte geschrieben: Felix Jaehn. Dem jungen Mann ist das Kunststück gelungen, Platz eins der US-Charts zu erobern. In der Billboard "Top 100" wird er mit seinem Remix von "Cheerleader" des jamaikanischen Künstlers OMI ganz oben an der Spitze gelistet. Zuletzt gelang das vor 26 Jahren einem zumindest halbdeutschen Duo - nämlich Milli Vanilli. Die begeisterten 1989 die Amerikaner, gesungen hatten sie allerdings nicht selbst. Das macht auch Jaehn nicht, aber das muss er auch nicht. Jaehn ist DJ und Produzent.

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Platz eins in den US-Charts

Mit seinem "Cheerleader"-Cover, das übrigens schon aus dem vergangenen Jahr stammt, sorgt er nicht nur in den USA für beste Sommerlaune. Auch in Deutschland, Österreich, Schweiz, Frankreich, Großbritannien, Kanada und Australien holte er sich den Platz auf dem Thron der Charts. Und auch diesen Sommer zeigt Jaehn, dass er ein gutes Gespür für heiße Beats hat. Sein Remix von Chaka Khans Song "Ain't Nobody (Loves Me Better)" ist ebenfalls wieder durch die Decke gegangen: Platz eins in Deutschland und Österreich.

 

Sogar der Außenminister gratuliert

 

Und dass er nun auch jenseits des großen Teichs an seine Erfolge anknüpft, das ist auch dem Auswärtigen Amt nicht entgangen. Über den offiziellen Twitter-Account ließ die Behörde von Frank-Walter Steinmeier mitteilen: "Glückwunsch an Felix Jaehn als ersten Deutschen auf #1 der Billboard Charts seit 26 Jahren! #Sommerhit". Der Hamburger selbst erklärt sich seinen Erfolg laut "Bild"-Zeitung übrigens so: "Meine Musik ist für alle Generationen zugänglich: Sowohl meinem Großvater als auch meinem sechsjährigen Patenkind gefallen meine Lieder." Doch wer steckt eigentlich hinter diesem jungen Kerl, der mit seiner Musik scheinbar spielend leicht Generationen miteinander verbindet.

Der gebürtige Hamburger Jaehn kommt aus einer gutbürgerlichen Familie. Seine Eltern sowie seine Brüder studierten alle BWL. Er selbst hat 2012 Abitur gemacht, wie er der "Aachener Zeitung" sagte. Seitdem sei er "dreimal für verschiedene Studiengänge eingeschrieben" gewesen. Einer führte ihn nach London. Dort belegte er das Fach "Sound Engineering". Was er dabei genau gelernt hat, fällt ihm im Gespräch mit dem "Spiegel" schwer zu erklären. In Berlin probierte er es dann ganz nach dem Vorbild seiner Familie mit BWL. Doch schon bald musste er feststellen, dass das nicht seine Welt war. Er brach ab.

 

Zweifel am eingeschlagenen Weg

 

Dieser Entschluss sorgte jedoch bei ihm auch für Zweifel, wie er dem Magazin "Spiegel" sagte: "Erst mal war da gar nichts cool. Du kannst ja nicht einfach nach Hause kommen und sagen: Ich mach jetzt Musik." Doch letzten Endes machte er genau das. Heute sagt er: "Ich bin sehr dankbar dafür, dass ich mich momentan voll und ganz auf die Musik konzentrieren kann und ich erst einmal das machen kann, was mir wirklich Spaß macht", so Jaehn gegenüber der "Aachener Zeitung". Schon mit sechs Jahren "habe ich angefangen Geige zu spielen - bis zu meinem 14. Lebensjahr", erklärt er dem Blatt seine Begeisterung für Musik.

Doch das sei dann als Jugendlicher nicht "mehr cool genug" gewesen. Über das Auflegen habe er dann wieder den Weg zurück zur Musik gefunden. Und was als Hobby begann, ist nun zu seinem Beruf geworden. Momentan verbringt Jaehn viel Zeit im Tonstudio. Im nächsten Frühjahr soll nämlich sein Debütalbum erscheinen. Dann gilt es zu beweisen, dass er auch mit eigenen Songs die Massen zum Tanzen bringen kann.

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