Felix Baumgärtner: Der Spaß kommt nach dem Sprung

Felix Baumgärtner
Felix Baumgärtner © Cover Media

Das Glücksgefühl beim Fallschirmspringen setzt für Felix Baumgartner (45) erst nach dem Sprung - auf sicherem Boden - ein.

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Wenn alles vorbei ist

Der ehemalige Base-Jumper erlangte 2012 mit seinem Stratosphärensprung 'Red Bull Stratos' aus knapp 40.000 Meter Höhe Weltruhm. Sein ganzes Leben lang träumte der gebürtige Salzburger vom Fliegen und versuchte schon seit seiner Jugend, diesem Traum einen Schritt näher zu kommen. Mit 16 Jahren machte Baumgartner seinen ersten Fallschirmsprung, mittlerweile kann er mehr als 3000 Sprünge verzeichnen.

Das Schönste am Fallschirmspringen sei jedoch nicht das Fliegen, verriet der bekannte Extremsportler im Interview mit 'zeit.de': "Der schönste Moment ist, wenn es vorbei ist. Ich habe es nie verstanden, wenn Sportler sagen, diese gefährlichen Dinge würden ihnen wirklich Spaß machen. Für mich ist es immer ein riesiger Stress gewesen … Ich habe dabei Angst. All die Dinge, die schiefgehen können, machen mir Angst."

Den eigentlichen Glücksmoment empfindet Baumgartner also erst nach dem Sprung, wenn er wieder sicher auf dem Boden steht. "Spaß habe ich erst nach dem Sprung. Dann empfinde ich eine tiefe Befriedigung, bin noch wochenlang wie im Flow - und verspüre dann irgendwann wieder den Drang nach dem nächsten, noch spektakuläreren Sprung. Denn man ist nie dauerhaft zufrieden", erklärte er weiter.

Die Befriedigung nach dem spektakulären Stratosphärensprung, den die Menschen per Livestream vor knapp anderthalb Jahren mitverfolgten und bei dem Baumgartner die Schallmauer durchbrach, hält jedoch noch immer an. Seitdem fühle der Sportler eine tiefe Entspannung in sich, die ihm keiner nehmen könne. Zum Glück hat die Mission geklappt, denn sonst wäre er der "unglücklichste Mensch der Welt gewesen", wie er in einem früheren Interview mit der 'bild.de' betonte. Dennoch ist die Zeit der waghalsigen Sprünge vorbei. Sein Sprung sei schließlich nicht mehr zu überbieten und außerdem habe es Felix Baumgartner seiner Mutter versprochen.

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