Felipe von Spanien: Als König sucht er die Nähe zum Volk

Küsschen von Leonor für Felipe VI.
Emotional und rührend war der Thronwechsel in Spanien. © imago/CordonPress, imago stock&people

Von Letizia gab es einen emotionalen Kuss für den neuen König

Spaniens König Felipe VI. ist als neues Staatsoberhaupt des Landes vereidigt worden. Der 46-Jährige schwor im Madrider Parlament, die in der Verfassung festgelegten Aufgaben zu erfüllen. Anders als beim Amtsantritt seines Vaters im November 1975 legte der neue König den Eid auf die demokratische Verfassung ab. Die Eidesformel enthielt keine religiösen Formulierungen - im erzkatholischen Spanien durchaus nicht selbstverständlich. Als jüngster Monarch Europas kommt der 46-Jährige beim Volk gut an – die Menschen erwarten Offenheit, Frische und Transparenz von ihrem neuen König. Die neue Ära läuteten Felipe und seine Frau Letizia mit einem emotionalen Kuss ein.

"Es lebe der König, es lebe Spanien": Der Startschuss für Felipes Amtszeit als König fiel am 19. Juni um 10.47 Uhr - seit diesem Zeitpunkt hat das Land auf der iberischen Halbinsel einen neuen König! Mit der Vereidigung Felipes soll "eine großartige Zeit für das spanische Volk eingeläutet werden", sagte ein Redner des Parlaments. Gemeinsam mit seiner Ehefrau, der neuen Königin Letizia, und den beiden Kindern Leonor und Sofía wird er unter tosendem Applaus empfangen. Sichtlich gerührt und emotional kämpft Felipe mit den Tränen; er blickt in lächelnde Gesichter. Und von der Gattin gibt es einen liebevollen Kuss für den neuen König.

König Felipe VI. und Königin Letizia
Ein Kuss für den neuen König. © REUTERS, POOL

Nach dem feierlichen Gesang der Nationalhymne hielt Spaniens neuer König seine erste Rede: "Ich trage große Hoffnung für die Zukunft", erklärte der 46-Jährige. "Ich fühle mich untrennbar verbunden mit unserem Land!" Im Parlament stimmten die Anwesenden immer wieder Applaus ein. Auch seinen Vater Juan Carlos, der als scheidender Monarch den Titel König ehrenhalber weiter tragen darf, vergaß Felipe in seiner Rede nicht: "Heute geht eine einzigartige Regentschaft in die Geschichte ein." Juan Carlos verdiene "unseren Respekt", genauso wie seine Mutter, der er seinen Dank ausspricht.

Und natürlich durfte ein Dank an seine geliebte Frau Letizia nicht fehlen, die sich liebevoll um die Erziehung ihrer beiden Engel kümmert. Die älteste Tochter des Paares, die achtjährige Leonor, ist mit der Inthronisierung ihres Vaters zur Kronprinzessin Spaniens geworden. Felipe betonte in seiner Rede, wie wichtig ihm Loyalität, Treue und Hoffnung sind: "Die Krone sucht die Nähe zum Volk!" Die Zukunft werde von Visionen und Erneuerungsgeist gepflastert sein.

Felipe blickte aber auch den Problemen ins Gesicht: der Wirtschaftskrise und Arbeitslosigkeit. Und versprach: "Wir werden tun, was wir können, um die Situation zu ändern!" Mit Fortschritt und Modernisierung sollen neue Arbeitsplätze geschaffen werden – denn nach seiner Meinung seien dies die größten Probleme des Landes. Mit Standing Ovations wurde die Rede von König Felipe VI. bejubelt.

Bildquelle: Imago/Reuters

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