Faszinierende Reise mit Atoms And Void

Atoms And Void
Arlie Carstens und Eric Fisher sind Atoms And Void. Foto: Arctic Rodeo © DPA

Ist es nun Post-Rock, Artpop oder Ambient mit Jazz- und Folk-Elementen, was Arlie Carstens und Eric Fisher alias Atoms And Void auf ihren Debüt veranstalten? Egal, Hauptsache es klingt gut. Und das tut es.

- Anzeige -

"And Nothing Else" erschien schon vor rund zwei Jahren online, nun ist dieses Album endlich doch noch auf CD und Vinyl für ein größeres Publikum greifbar. Das deutsche Liebhaber-Label Arctic Rodeo nahm sich der Sache an und brachte die Platte Ende Mai in die Läden. Ein saftig moosgrünes Cover macht schon mal neugierig, die dann folgende musikalische Entdeckungsreise durch ein Dutzend Lieder fasziniert nicht minder.

Atoms And Void sind zwar im Prinzip ein Duo-Projekt, aber hier haben viele befreundete Musiker "mitgekocht", ohne am Ende den Brei zu verderben - etwa Nate Mendel (Sunny Day Real Estate, Foo Fighters), Gabe Carter (Juno), Cory Murchy (Minus the Bear), Morgan Henderson (Fleet Foxes, Cave Singers) oder Rosie Thomas (Sufjan Stevens). Allesamt talentierte Leute aus der amerikanischen Indie-Szene, mit denen Carstens/Fisher ihren Traum von einer Platte umsetzten, die Sounds und Stimmungen von The National mit dem Slowcore von Low und der Versponnenheit der letzten Meisterwerke von Talk Talk verknüpft.

Diese schon lange verblichene britische Band, vor allem ihre letzten Meisterwerke "Spirit Of Eden" und "Laughing Stock", stand spürbar Pate für Atoms And Void, etwa in den wunderbaren Piano- und Bläser-Arrangements von "Virginia, Long Exhale" oder "The Conductor".

"Seit ich diese beiden Alben zum ersten Mal gehört hatte, wollte ich auch so eine Band haben, ein Projekt mit einer klaren Vision und einem eigenem Sound, aber nicht zwangsläufig einer bestimmte Konstellation beziehungsweise Kombination von Musikern - also keine 'Band' im klassischen Sinne", erzählte Carstens in einem Interview. Das Ergebnis ist eine hochwertige, hochspannende Platte, die auch beim zehnten Durchhören noch Neues offenbart.


dpa
— ANZEIGE —