Farin Urlaub: Sicherer ohne Waffe

Farin Urlaub: Sicherer ohne Waffe
Farin Urlaub © Cover Media

Farin Urlaub (52) glaubt nicht daran, dass Waffen einen in bestimmten Situationen schützen.

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Beim Afrika-Urlaub

Der Frontmann der Band 'Die Ärzte' ('Schrei nach Liebe') reist jedes Jahr mehrere Monate durch Afrika und erlebte dabei so manche brenzlige Situationen, bei der er in den Lauf eines Gewehrs schaute. Er selbst hat nie eine Waffe dabei, denn das würde in seinen Augen die Sache nur noch schlimmer machen. Der Berliner glaubt nicht, wie viele Amerikaner, dass Waffen schützen. Vor allem nicht in Afrika, wie er im Interview mit der 'FAZ' ausführte: "Ich will nichts dramatisieren. Aber die ersten Male, als jemand eine Waffe auf mich gerichtet hat, dachte ich natürlich, jetzt bin ich tot. Irgendwann kriegt man dann mit: Nee, so ist es nicht. Ich sage nicht, Waffen gehören in afrikanischen Ländern zum guten Ton, aber ganz verkehrt ist es auch nicht", gab der Star zu bedenken. "Mit der Waffe wird eben demonstriert: Ich Chef, du nix. Das heißt aber nicht notwendigerweise: Ich bring' dich jetzt um. In dem Augenblick aber, in dem man selbst eine Waffe zieht, ist es ein ganz anderes Spiel. Oder besser: kein Spiel. Denn dann geht es um Leben und Tod."

Und so zieht der Blondschopf weiterhin unbewaffnet durch die aufregenden Länder des Kontinents und lieferte dazu auch schöne Fotos, die er in dem Bildband 'Farin Urlaubs Afrika' veröffentlichte.

Der Punkrocker setzt sich auch nach wie vor gegen Rassismus ein und es ärgert ihn gewaltig, wie manche in Deutschland über Flüchtlinge reden. Er fand drastische Worte und es gab einen gewaltigen Gegenwind: "Man hat mir jegliche Kompetenz zum Beurteilen der Situation abgesprochen. Weil ich ja recht haben könnte. So nach dem Motto: Der ist ja eh doof, der hat Geld und weiß gar nicht, was wir hier durchmachen. Ich weiß, was die Flüchtlinge durchmachen. Und das ist so viel wichtiger, als das, was ihr meint, das euch weggenommen wird. Pack!", regte sich Farin Urlaub in der 'Süddeutschen Zeitung' auf.

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