Farin Urlaub rät zu Gastfreundschaft

Farin Urlaub rät zu Gastfreundschaft
Farin Urlaub © Cover Media

Farin Urlaub (51) rät dazu, Fremden mit Freundlichkeit zu begegnen.

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Nehmt Fremde freundlich auf!

Der Ärzte-Sänger ('Schrei nach Liebe') ist nicht nur als Musiker erfolgreich, sondern auch als Fotograf. Anfang September erschienen zwei seiner neuen 'Unterwegs'-Bildbänder mit atemberaubenden Fotografien aus seinen Reisen nach Afrika. Der Musiker ist für seine Reiselust bekannt und hat dabei auch viel gelernt.

"Nimm Fremde freundlich auf! Du weißt nie, was sie dir Gutes tun", verriet er eine seiner Weisheiten im Interview mit 'RP Online'.

So erging es ihm schließlich auch bei seinen Trips durch afrikanische Dörfer. Nachdem er sich dort als Reisender vorstellte, der mit seinen Fotos anderen Menschen Afrika erklären wollte, sei er als Gast akzeptiert worden. "Und das schließt ein, dass ich mein Auto auflassen kann. Niemand würde auf die Idee kommen, den Kühlschrank, das Werkzeug oder sonstwas daraus zu stehlen. Das Dorf könnte sich zusammentun und mich erschlagen, und dann wären dort alle unendlich viel reicher als zuvor. Aber sie machen es nicht", erklärte Farin. Warum, wisse er nicht. "Vielleicht, weil sie sich vorstellen können, wie es ist, irgendwo alleine zu sein. Ich bekomme oft sogar noch etwas geschenkt."

Diese Gastfreundschaft und Willkommenskultur dürfte sich Farin Urlaub wohl auch für seine deutsche Heimat wünschen, die derzeit für viele Flüchtlinge aus Kriegsgebieten zum Ziel wird. "Wer so dumm ist, Flüchtlinge nicht willkommen zu heißen, muss sich fragen, was er eigentlich hier will", ist sein einziger Kommentar zu denjenigen, die den Menschen in Not kein neues Zuhause bieten wollen.

Seine Meinung teilen viele Deutsche, immerhin schaffte es der Ärzte-Klassiker 'Schrei nach Liebe', eine Hymne gegen Rassismus und Fremdenfeindlichkeit, nach 22 Jahren dank der 'Aktion Arschloch' wieder an die Spitze der deutschen Charts. Die Einnahmen durch den Song werden Die Ärzte an die Organisation Pro Asyl spenden. "Die Ärzte finden es gut und wichtig, dass im Radio Stellung bezogen wird. Die Aktion wäre auch mit jedem anderen Anti-Nazi-Song cool. Wenn es unser Lied sein soll, unterstützen wir das aber natürlich gern", erklärte die Band auf ihrer Webseite und fügte später hinzu: "Neben der Band und ihrem Umfeld verzichten nun auch Finetunes, Amazon, Google, Apple und Universal Publishing zugunsten Pro Asyl auf ihre Einnahmen."

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