Fans in Sorge: Fährt Axl Rose nach Guns N' Roses auch AC/DC an die Wand?

"Highway to Hell": Fährt Axl Rose auch AC/DC an die Wand?
Ready to rock oder ready to schock? Axl Rose ist der Ersatzsänger bei AC/DC © Nikola Spasenoski / Shutterstock.com

"Nicht dass ich noch viel von AC/DC erwartet hätte, aber jetzt sind sie definitiv tot." Was dieser Twitter-Nutzer in nur 87 Zeichen ausdrückt, ist stellvertretend für die Sorge einer ganzen Fangemeinde. Die Nachricht, dass ausgerechnet der zuverlässig unzuverlässige Axl Rose (54) den von Taubheit bedrohten AC/DC-Sänger Brian Johnson (68) auf der "Rock or Bust"-Tour vertreten wird, schlug wahrlich ein wie eine Bombe. Und haben es alternde Rock-Legenden ohnehin nicht unbedingt leicht, den brachialen Ansprüchen ihrer Headbang-willigen Gefolgschaft gerecht zu werden, drängt sich die Frage auf: Werden Axls berühmt-berüchtigte Allüren, die einst schon Guns N' Roses zerbrechen ließen, auch AC/DC zerstören?

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Fans befürchten Schlimmes

 

Alles ändert sich

 

Vor rund 20 Jahren hätte wohl jeder AC/DC-Fan dem Rock-Gott auf Knien dafür gedankt, dass er ihnen Rose als Ersatzsänger geschickt hat. Doch viele Jahre, einige Pfunde und unzählige Skandale später, ist von seinem Ruf als Musik-Gigant nicht mehr viel übrig geblieben. In der Gegenwart treffen mit Rose und AC/DC eigentlich zwei unvereinbare Gegensätze aufeinander. Die Band, die trotz musikalischer Hardcore-Garantie bekannt für ihre Pünktlichkeit und Disziplin ist - und Axl Rose.

Der torkelte zuweilen schon besoffen über die Bühne, verprügelte Fans oder hatte selbst bei seinen eigenen Songs Text-Aussetzer. Da wundert es nicht, dass manchem Anhänger das Ganze wie ein Scherz vorkommt: "Als ich vor einigen Wochen hörte, dass Axl Rose für Brian Johnson auf der AC/DC Tour einspringen soll, dachte ich es wäre ein Aprilscherz!", hieß es bei Twitter.

 

Wiederholt sich die Geschichte?

 

Fakt ist: Die Unberechenbarkeit von Axl Rose ist eine Gefahr für jede Band, davon wissen etwa auch die Musiker von Metallica ein Rock-Lied zu singen. Es war das Jahr 1992, als die beiden Band-Schwergewichte gemeinsam auf Stadion-Tour gingen. Doch Metallicas Part fiel zu kurz aus - Sänger James Hetfield (52) verletzte sich bei dem Auftritt in Montreal schwer, erlitt wegen fehlerhafter Pyro-Technik starke Verbrennungen. Axl Rose und seine Mannen von Guns N' Roses hätten den Abend retten können, mit einer epischen Show, die beiden Bands gerecht geworden wäre - doch er weigerte sich. Zwei Stunden lang musste das Publikum auf ihn warten, 15 Minuten Show hielt er dann durch. Die kanadische Menge, nicht unbedingt bekannt für ihre aufbrausende Art, rastete aus, ging auf Zerstörungs-Tour und verursachte rund eine halbe Million Dollar Schaden.

Ein weiteres dunkles Kapitel von Roses Werdegang wird auf Twitter hervorgekramt: "Axl Rose wird die anderen Bandmitglieder rausmobben und ACDC als seine Band verkaufen", schreibt ein User. Die Gründungsmitglieder von Guns N' Roses, allen voran Roses ehemaliger Schulfreund Izzy Stradlin (54), der 1991 die Band verließ, findet diesen Tweet wohl auch heute noch nicht lustig. Sechs Jahre lang hielt er es gemeinsam mit Rose in jener Band aus, die sie gemeinsam aus dem Boden stampften. Langjährigen Weggefährten wie Slash (50) erging es nicht anders, stets war es ein Streit mit dem exzentrischen Sänger, der als Grund für eine Besetzungsänderung angegeben wurde. Am Ende war von den Band-Gründern nur noch Rose selbst übrig. Nun schreibt ein weiterer Twitter-User über die angekündigte Kollaboration mit AC/DC: "Schlimmer als Axl Rose bei AC/DC wäre eigentlich nur noch Guertl Rose gewesen." Nun liegt es an Rose, die Spötter eines Besseren zu belehren.

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