Ex-Miss America Kirsten Haglund: Magersucht-Beichte

Kirsten Haglund bei der Miss America-Wahl 2008.
Magersucht überwunden: Kirsten Haglund bei der Miss America-Wahl 2008. © Getty Images, Ethan Miller

"Ich lebte von Kaffee, Diät-Cola und Kaugummi"

Schlanke durchtrainierte Beine, ein flacher Bauch, kein Gramm Fett zu viel auf den Rippen - für diesen super Körper hat Kirsten Haglund beinahe ihr Leben zerstört. Im Interview mit 'CNN' hat die ehemalige Miss America gestanden, seit ihrem zwölften Lebensjahr an Magersucht gelitten zu haben.

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"Ich habe nur noch von Kaffee, Diät-Cola und Kaugummi gelebt", sagte die 23-Jährige, die zu ihren schlimmsten Zeiten weniger als 900 Kalorien am Tag zu sich nahm. "Ab und zu gab es auch Gemüse, Obst oder einen Löffel Erdnussbutter. Ich wusste, dass bei mir irgendwas total schief lief. Aber ich wusste nicht, wie ich da wieder rauskomme."

Haglund hatte ein verzerrtes Körperbewusstsein

Schon sehr früh habe sich in ihrem Kopf ein völlig verzerrtes Frauenbild eingebrannt, das sie lange Zeit nicht loswurde. "Ich habe mit drei Jahren angefangen Ballett zu tanzen. Also war für mich der ideale Körper von klein auf extrem dünn", sagte Haglund dem TV-Sender. "Ich habe die Schönheit und den Wert einer Person immer daran gemessen, wie dünn sie war. Ich habe die anderen Tänzer beobachte. Sie haben ihr Mittagessen oft weggeschmissen und nichts gegessen. Also dachte ich: 'Wenn ich dünn bin, kann ich eine erfolgreiche Ballerina werden.'"

Schließlich habe sie innerhalb von drei Jahren ganze 15 Kilogramm abgenommen, bevor ihre Mutter endlich bemerkte, dass mit ihrer Tochter etwas nicht stimmte und Hilfe suchte. Haglund beendete ihre Karriere und konzentrierte sich fortan darauf, wieder gesund zu werden.

Paradox: Ausgerechnet Schönheitswettbewerben sieht Kirsten als perfekte Plattform, um über ihre Erkrankung aufzuklären und andere Leute mit Essstörungen wach zurütteln. Nachdem sie 2008 den Titel 'Miss America' gewann, gründete das Model die 'Kirsten Haglund Foundation', eine wohltätige Organisation, die Menschen bei der Therapie der Krankheit finanziell unterstützt.

Foto: Getty

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