Ex-Bundespräsident Christian Wulff stellt sein Buch 'Ganz oben Ganz unten' vor

Christian Wulff stellt sein Buch vor
Ex-Bundespräsident Christian Wulff denkt heute nicht mehr, er sei ganz unten. © REUTERS, THOMAS PETER

Was sagt Bettina Wulff über das neue Buch ihres Ex-Mannes?

Achtung, streng geheim! Das galt bislang für den Inhalt von Christian Wulffs Buch 'Ganz oben Ganz unten'. Kein Vorabdruck für Journalisten. Denn die sind seiner Meinung nach mit schuld an seinem Fall vom Staatsoberhaupt der Republik zum Buhmann der Nation. Jetzt hat der Ex-Bundespräsident in Berlin sein neues Buch vorgestellt. Und stellt klar: "Der Rücktritt war falsch. Und ich wäre auch heute der Richtige in dem Amt."

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Justiz und Medien hätten sich vor seinem Rücktritt 2012 die Bälle zugespielt und gegen das Prinzip der Gewaltenteilung verstoßen, beklagte Wulff. Darin liege eine "ernste Gefahr für die Demokratie". Er sprach von den schlimmsten zwei Jahren seines Lebens und rief zu einer neuen Umgangskultur mit Personen des öffentlichen Lebens auf. Doch auch von Menschen aus seinem engsten Umfeld zeigt er sich enttäuscht: "Am meisten lernt man seine wahren Freundinnen und Freude kennen. Auf wen man sich wirklich verlassen kann. Und wem es wirklich um den Menschen geht und wem es nicht so stark um die Karriere um das Fortkommen geht."

Muss seine Ex-Frau Bettina Wulff auch mit einem Angriff rechnen? Sie hatte mit ihrem Buch 'Jenseits des Protokolls' für Schlagzeilen gesorgt. Sie distanzierte sich darin öffentlich von ihrem damaligen Mann, plauderte in Interviews über Eheprobleme. Zum Buch sagt sie auf Anfrage von RTL: "Ich kenne es natürlich. Und wünsche ihm damit viel Glück."

Über sie verliert Christian Wulff kein Wort auf der Pressekonferenz. Dafür erklärt er den Titel: "Ganz oben habe ich mich im Amt gefühlt, ganz unten in der den Schlagzeilen bei der 'Bild'-Zeitung und jetzt bin ich wieder auf dem Weg nach oben."

Wulff war am 17. Februar 2012 nach 598 Tagen infolge der Affäre um die angebliche Annahme von Vorteilen als bislang jüngster Bundespräsident zurückgetreten. Das Landgericht Hannover hatte ihn Ende Februar vom Vorwurf der Vorteilsnahme in seiner Zeit als niedersächsischer Ministerpräsident freigesprochen.

Bildquelle: Reuters

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