Ethan Hawke: JLaw tut mir leid

Ethan Hawke
Ethan Hawke © Cover Media

Ethan Hawke (44) tut die junge Generation in Hollywood manchmal nur leid.

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Zu jung, zu berühmt

Der amerikanische Filmstar ('Boyhood') machte über die Jahre niemals einen Hehl daraus, dass er sich um Hollywood Sorgen macht. Nun richtete er sein Augenmerk auf Promis, die seiner Ansicht nach viel zu schnell zu Superstars in der Filmbranche avancierten. Überfliegerin Jennifer Lawrence (24, 'American Hustle') gehört seiner Meinung nach dazu: Sie wurde vom 'Forbes'-Magazin zur profitabelsten Schauspielerin 2014 gewählt, was sie ihren Rollen in der 'X-Men'-Reihe sowie der 'Die Tribute von Panem'-Saga zu verdanken hat. Für ihren Part in 'Silver Linings' wurde sie sogar mit dem Oscar ausgezeichnet.

Ethan sieht das alles kritisch. "Junge Schauspielerinnen wie Jennifer Lawrence, die so viel Erfolg haben, tun mir leid, denn wie soll man da einen angemessenen Arbeitsethos entwickeln? Wie treibt man sich selbst an, besser zu werden, wenn man einen Oscar dafür bekommen hat, morgens Frühstück zu holen?", gab der Leinwandstar gegenüber 'The Daily Beast' zu bedenken. "Es ist die Art Sache, für die man wirklich arbeiten möchte. Tennessee Williams schrieb dieses großartige Essay namens 'The Catastrophe of Success', in dem es darum geht, wie Misserfolg und Erfolg beides miserable Erfahrungen sein können, aber Versagen kann einen wenigstens als Treibstoff dazu inspirieren, besser zu werden, während Erfolg einen nur ersaufen lassen kann."

Doch macht sich Ethan nicht nur über junge Stars große Sorgen, auch Hollywood im Allgemeinen entlockt ihm viel Stirnrunzeln. Im Gegensatz dazu überraschen ihn aber auch so manche Kollegen. "Ich bin schon seit langer Zeit ein Fan von Woody Harrelson und es ist ziemlich fantastisch für mich, ihm dabei zuzusehen, wie er zu einem Gene Hackman wird. Er verwandelt sich in einen dieser extremen älteren Kerle. Als ich ihn in 'Cheers' [amerikanische Sitcom] sah, hätte ich niemals prognostiziert, dass Woody Harrelson einer der großen Schauspieler dieser Generation werden würde", überlegte der Amerikaner.

Er glaubt weiterhin, dass die Kultur gewissen Filmen zum Erfolg verhilft und dass nicht immer das beste Werk seine rechtmäßige Auszeichnung bekommt. "Ein Beispiel könnte sein, wie faszinierend es sein muss, Martin Scorsese zu sein und einen Oscar Zuhause für 'Departed – Unter Feinden' zu haben [und] für 'Good Fellas – Drei Jahrzehnte in der Mafia' wurde er ignoriert. Und schauen Sie, wie es letztes Jahr war. Viele Menschen machten aus 'American Hustle' eine große Sache, das ist eine sehr gute Imitation eines Scorsese-Filmes, aber wir hatten einen tatsächlichen Scorsese-Film, der dasselbe Jahr rauskam! 'The Wolf of Wall Street' ist ein gewagtes, aufhetzendes Kunstwerk", so Ethan Hawke.

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