ESC-Teilnehmerin Jamie-Lee Kriewitz über vegane Ernährung und ihr Engagement bei PETA

Jamie-Lee Kriewitz: "Ich habe sofort aufgehört, Fleisch zu essen"
Lebt seit drei Jahren ohne tierische Produkte: Jamie-Lee Kriewitz © MSC/Micha Zargarinejad

Sie hat nicht nur eine phänomenale Stimme, ESC-Hoffnung Jamie-Lee Kriewitz (18) setzt sich auch für den Tierschutz ein. Die Sängerin selbst lebt seit fast drei Jahren vegan und bereut ihren Entschluss überhaupt nicht. Der Nachrichtenagentur spot on news erklärte sie, warum sie sich dazu entschieden hat, und wie wichtig ihr das Engagement bei der Tierschutzorganisation PETA ist.

Zum Schutz der Tiere

 

Sie sind Veganerin. Seit wann und wie sind Sie darauf gekommen?

 

Jamie-Lee Kriewitz: Vegan lebe ich jetzt seit fast drei Jahren, davor war ich eineinhalb Jahre Vegetarierin. Dazu gekommen bin ich über eine ehemalige Freundin. Sie hat mir ein Video von PETA über Massentierhaltung gezeigt. Ich fand das so schrecklich, dass ich sofort aufgehört habe, Fleisch zu essen. Und ich habe mich danach ziemlich intensiv über die Milchindustrie, Leder und Pelz und sowas informiert. Das fand ich alles so schlimm, dass ich dann einfach ausprobiert habe, vegan zu leben. Das hat direkt gut geklappt.

 

Finden Sie es nicht anstrengend, darauf zu achten?

 

Kriewitz: Am Anfang war es schon eine Umstellung und es war auch irgendwie anstrengend. Aber man gewöhnt sich schnell daran. Es kommt immer darauf an, warum man das macht. Ich wurde wegen der Tiere zur Veganerin - und dann lässt man das einfach so über sich ergehen. Ich glaube, es fällt schwerer, wenn man es wegen einer Diät macht.

 

Das heißt, Sie achten nicht nur bei der Ernährung auf eine vegane Lebensweise?

 

Kriewitz: Auf jeden Fall. Mir ist das auch bei Kleidung und Kosmetik sehr wichtig.

 

Was würden Sie denen sagen, die schon bei dem Wort "vegan" die Stirn runzeln?

 

Kriewitz: Ich sage da meistens gar nichts dazu. Außer ich werde gefragt. Dann erkläre ich meine Gründe - und mehr brauche ich auch nicht zu sagen, weil ich mit solchen Leuten nicht viel rede.

 

Sie unterstützen die Organisation PETA auch bei der neuen Tierschutz-Kampagne "Vegan life is the best life". Haben Sie selbst Tiere?

 

Kriewitz: Ja, ich habe zwei Hunde zuhause: Lance und Anja.

 

Wie wichtig ist Ihnen dieses Projekt?

 

Kriewitz: Die Kampagne ist mir sehr wichtig. Deswegen habe ich auch direkt zugesagt, als ich gefragt wurde. Für mich selbst ist das eine Ehre und vielleicht kann ich damit auch meine Fans erreichen. Ich habe schon von Fans gehört, die versuchen wollen, ohne Fleisch zu leben. Ich bin aber niemand, der Leute dazu zwingt. Aber wenn ich erreichen kann, dass sich Leute mit diesem Thema auseinandersetzen, finde ich das toll.

 

Wie ist die Lage in Deutschland? Finden Sie, dass es einen Fortschritt gibt?

 

Kriewitz: Ich sehe da auf jeden Fall einen Fortschritt. Man hört in letzter Zeit von ganz vielen Leuten, dass sie Vegetarier oder Veganer sind. Das war früher total selten und jetzt machen das so viele. Es gibt mittlerweile so viele vegane Restaurants und vegane Produkte zu kaufen - das finde ich total cool. Und mich würde es natürlich freuen, wenn sich am Ende wirklich etwas ändert. Dass zum Beispiel die Fleischindustrie reagieren muss, weil die Nachfrage nach bestimmten Produkten sinkt.

 

Möchten Sie Sich weiterhin bei PETA engagieren?

 

Kriewitz: Ich habe mich schon immer mit Petitionen oder bei irgendwelchen Demos engagiert. Das werde ich auch in Zukunft machen.

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