Ersthelfer spricht über Samuels Unfall

"Man hat das Entsetzen in den Gesichtern gesehen"

Das Drama von 'Wetten Dass…?': Kandidat Samuel Koch wird wohl nie wieder ganz gesund – obwohl Ersthelfer sofort zur Stelle waren, als der Stuntman bei seiner Wette schwer verunglückte. Friedrich Möderndorfer war einer der Ersten, der Samuel nach seinem Unfall half. Als Zuschauer saß der Sanitäter in Reihe zwei und eilte dem Verunglückten zur Hilfe. Jetzt spricht er über die schwierige Situation.

"Meine Aufgabe war die Assistenzleistung, das Vorbereiten der Infusion, die Vorbereitung der Krankentrage", so Möderndorfer. "Und dann ist er fachmännisch umwickelt worden, er wurde geborgen mittels der Schaufeltrage. Dann haben wir ihn noch begleitet zum Notarztwagen und weiter ins Klinikum."

Vorher waren dem Österreicher die geschockten Gesichter aufgefallen. Vor allem die der beiden Moderatoren: "Das Entsetzen, das hat man im Gesicht gesehen. Die Michelle hat das sehr schnell gecheckt, das hier was passiert ist, deshalb hat sie auch nach dem Arzt gerufen", so der Sanitäter, der bei der Behandlung die Umgebung aber ausgeblendet hat: "In dem Moment, wo der Arzt und ich dann zum Samuel hin sind - dann konzentriert man sich nur noch auf den Patienten, auf das, was geschehen ist."

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Samuel bleibt wohl für immer gelähmt

Samuel ist nach Angaben der Ärzte mittlerweile aus dem Koma erwacht. Allerdings musste er in der Nacht zum Dienstag ein zweites Mal operiert werden und hat Lähmungserscheinungen, die wahrscheinlich nie komplett verschwinden. Endgültige Aussagen dazu wollten die Mediziner aber noch nicht machen.

"Das ist etwas, was ich zum jetzigen Zeitpunkt nur mit größter Unsicherheit abschätzen kann", sagte Neurochirurg Prof. Hans-Jakob Steiger. "In einer Woche bin ich gerne bereit, dazu sehr viel dezidierter Stellung zu nehmen."

"Er ist wach und orientiert. In der Nacht haben wir ihn erneut operiert, um das verletzte Rückenmark von Druck zu entlasten", sagte der ärztliche Direktor, Prof. Wolfgang Raab auf einer Pressekonferenz. Zu der neuen, etwa dreistündigen OP habe man sich entschlossen, weil sich bei Koch eine fortschreitende Schwellung am Rückenmark abgezeichnet habe, erklärte Steiger. Die Ärzte hätten einen Luftröhrenschnitt vorgenommen. Endgültige Aussagen zu dauerhaften Lähmungen könnten noch nicht gemacht werden, aber eine vollständige Erholung halten die Mediziner für sehr unwahrscheinlich. Es helfe dem Patienten aber, dass er als Hobby-Sportler sehr gut trainiert sei.

Samuel steht unter dem Einfluss von starken Schmerzmitteln. Laut Aussage der Ärzte macht er einen zuversichtlichen Eindruck. Wegen eines Luftröhrenschnittes kann der Stuntman zurzeit nicht sprechen. Er kommuniziert aber mit Signalen, die ja und nein bedeuten.

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