Erstes Lebenszeichen von Prinz Friso

Erstes Lebenszeichen von Komapatient Prinz Friso.
Prinz Friso soll auf den Kuss seiner Frau Mabel reagiert haben. © dpa, Frank Van Beek

Ein Kuss öffnete ihm die Augen

Seit nunmehr sieben Monaten liegt Prinz Friso nach seinem Skiunfall im Koma. Und obwohl nach Einschätzung der Ärzte die Chancen sehr gering waren, dass er jemals wieder aus dem Koma erwachen wird, passierte jetzt ein kleines Wunder. Denn genau an seinem 44. Geburtstag, den 25. September, gab es das erste Lebenszeichen von dem niederländischen Prinzen.

- Anzeige -

Es klingt zwar wie der Stoff, aus dem Märchen geschrieben werden, doch Frisos Ehefrau Mabel soll den Verunglückten tatsächlich mit einem Kuss kurzzeitg aus dem Koma geholt haben. Das erzählte Erzbischof Desmond Tutu, ein Vertrauter Mabels, in einem niederländischen TV-Interview bei 'Nieuwsuur'. Demnach habe der Prinz laut Mabel nicht nur die Augen geöffnet, sondern sich auch bewegt und gelächelt. Leider war das Glück nur von kurzer Dauer, denn nur wenige Zeit später fiel er wieder ins Koma.

Prinz Willem Alexander, der sich am 44. Geburtstag seines jüngeren Bruders an die Medien wandte, hielt sich zu besagtem Vorfall zurück: "Für meine Familie ist es heute kein leichter Tag. Es ist der Geburtstag meines Bruders. Aber ich möchte mich nochmals bei allen bedanken, die uns an diesem Tag, an dem Geburtstag meines Bruders, wieder Mut gemacht haben. Ich danke auch den Medien für ihre Zurückhaltung. Leider kann ich wie immer nichts anderes sagen, außer, dass wir mitteilen werden, wenn es signifikante Änderungen geben sollte".

Erzbischof Tutu will für Friso beten, sagte er weiter. Vielleicht wurden seine Gebete ja schon ein kleines bisschen erhört.

Prinz Friso war am 17. Februar beim Skifahren in Lech am Arlberg von einer Lawine verschüttet worden. Trotz Reanimierung kam der Sohn von Königin Beatrix nicht mehr zu sich. Er erlitt bei dem Vorfall einen Herzstillstand und massive Hirnschäden. Seither liegt in einer Klinik in seinem Wohnort London im Koma.

(Bildquelle: dpa)

— ANZEIGE —