Eric Stehfest übernimmt Verantwortung

Eric Stehfest übernimmt Verantwortung
Eric Stehfest © Cover Media

Eric Stehfest (26) will seine Geschichte erzählen, um anderen zu helfen.

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Mutige Drogenbeichte

Der Schauspieler machte sich zuerst in einer Nebenrolle bei 'Unter uns' beliebt, bevor er im Dezember 2014 zur Erfolgsserie 'Gute Zeiten, schlechte Zeiten' stieß. Seitdem mischt er als DJ und engagierter Aktivist Chris Lehmann Berlin auf und begeistert seine knapp 24.000 Facebook-Follower regelmäßig mit coolen Postings. Was bisher allerdings noch kaum jemand wusste: Der Frauenschwarm hat ein bewegtes Leben und vor allem eine schwere Kindheit hinter sich!

Mit zwölf Jahren rauchte er zum ersten Mal Haschisch und trank Alkohol. Ein Jahr später griff er zu Crystal Meth, eine preisgünstige Droge mit aufputschender Wirkung, die schnell und hochgradig abhängig macht. Die Sucht hätte sein Leben beinahe zerstört:

"Ich habe sieben Jahre Crystal Meth konsumiert", gestand Eric im Interview mit der 'Bild'-Zeitung. "Ich war durch die Droge an dem Punkt, dass ich mit dem Leben abgeschlossen hatte. Ich habe hundert Prozent Nein zum Leben gesagt. Nachdem ich neun Tage wach war, bin ich mit dem Gedanken eingeschlafen, dass ich nie wieder wach werde. Ich hatte sogar einen Abschiedsbrief geschrieben."

Zum Glück aber wachte Eric wieder auf - und nahm von da an seine Probleme in Angriff: Er machte eine Langzeittherapie, ergatterte erste Schauspielrollen und widmet sich jetzt dem Kampf gegen Crystal Meth. Mit einer Kurzfilmreihe, die er mit einem Team unter dem Projektnamen 'Station B3.1' veröffentlicht, will er das Thema ins Rampenlicht stellen. Dazu arbeitet er auch mit dem Bundesministerium für Gesundheit zusammen und geht in Schulen, um Teenager über die Gefahren von Crystal Meth aufzuklären.

"Mit unserem Film 'Verdrängung' sind wir in die Schulen gegangen und haben dort mit den Jugendlichen über Crystal Meth gesprochen. Das ist genau das, worum es mir geht. Seitdem der Mensch denken kann, beeinflussen ihn menschliche Schicksale. Es geht immer darum, dass man berichtet. Es geht darum, dass man sich ein Lächeln schenken kann und sich selbst positiv beeinflusst. Ich komme da nur hin, wenn ich mit anderen Leuten rede. Deswegen machen wir diese Filme", erklärte der Star.

Die Filmreihe soll anderen, die in einer ähnlichen Situation stecken, Mut machen, sich Hilfe zu holen. Denn klar ist: Viele Süchtige verstecken sich hinter Ausflüchten, trauen sich nicht, sich ihr Problem einzugestehen. Im Gespräch mit RTL betonte Chris aber, wie wichtig es ist, ehrlich zu sich zu sein:

"Eigentlich einer der wichtigsten Punkte, der diese Thematik betrifft, war der Punkt, an dem ich klar aussprechen konnte: Ich bin krank und brauche Hilfe."

Morgen [29. August] wird Eric Stehfest ein weiteres Mal über seine Geschichte sprechen, beim Tag der offenen Tür im Bundesministerium für Gesundheit in Berlin.

Cover Media

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