Hollywood Blog by Jessica Mazur

Entrüstung wegen Viviennes erstem Filmjob

Entrüstung wegen Viviennes erstem Filmjob
Entrüstung wegen Viviennes erstem Filmjob © (Bildquelle: Splashnews)

von Jessica Mazur

Ich kann mich noch gut an meinen allerersten Job erinnern: Ich habe meiner Schwester geholfen, Zeitungen auszutragen und damit unglaubliche 5 DM die Woche verdient. Da war ich neun oder zehn. Umgerechnet wären das ca. 3,44 Dollar. Eine Summe, für die Vivienne Jolie-Pitt noch nicht mal ihren kleinen Finger heben würde.

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Die vierjährige Tochter von Brad Pitt und Angelina Jolie hat nämlich ebenfalls ihren ersten Job hinter sich. Sie durfte in Mamis neuestem Film Maleficent mitspielen und wurde dafür natürlich auch bezahlt. Wie die LA Times heute schrieb, kassierte Vivienne für ihre Darstellung von Baby-Prinzessin Aurora - die Rolle wird im Verlauf des Films von Elle Fanning übernommen - stolze 3.000 Dollar die Woche, plus 60 Dollar pro Tag für Spesen.

Eine Summe, die für ziemlich viel Gesprächsstoff sorgte. Frei nach dem Motto: Ist es richtig, dass eine Vierjährige schon so viel Geld verdient? Und: Haben die Jolie-Pitts nicht wirklich schon genug Kohle? Eine Userin bei EOnline formulierte ihre Missgunst so: Es ist wirklich deprimierend. 3.000 Dollar verdiene ich im ganzen Monat nicht.

Die Huffington Post berichtet hingegen von einem fetten Scheck, den Vivienne Jolie-Pitt abkassierte. Entertainmentwise.com spricht von big bucks, die die Kleine nach Hause geschafft hat, und auch Yahoo! Movies berichtet über den enormen Paycheck. Doch ist die ganze Aufregung wirklich gerechtfertigt? Sicher, 3000 Dollar die Woche ist viel Geld. Der Durchschnittsverdienst eines Erwachsenen in einer Vollzeitbeschäftigung lag Ende 2012 in den USA bei 772 Dollar pro Woche. Aber: in Hollywood DARF Vivienne gar nicht weniger verdienen.

Der Film Maleficent unterliegt nämlich dem SAG Regelwerk. Und die Gewerkschaft SAG legt einen Mindestlohn für alle Schauspieler fest. Bei einer Millionen-Dollar Produktion wie Maleficent beträgt dieser Mindestlohn: 2.808 Dollar pro Woche. Also in etwa genau das, was Vivienne Jolie-Pitt bekommen hat. Von einer Extrawurst kann also keine Rede sein.

Ein SAG Sprecher formulierte es gegenüber der LA Times so: Nun, kein Schauspieler sollte umsonst arbeiten. Egal, wie berühmt oder reich die Eltern sind. Dass die kleine Vivienne die Rolle ohne ihre berühmte Mutter wohl nie bekommen hätte, steht natürlich auf einem anderen Blatt.

Kurzum: die Kohle steht ihr zu. Was Vivienne mit ihrer ersten Schauspielgage anfangen wird, ist nicht bekannt. Einige Gossip-Blogs berichteten heute, das Geld würde gespendet werden, an anderer Stelle hieß es hingegen, sie wünscht sich ein Pony. Hm, leisten könnte sie es sich zumindest. Eins ist klar, in meinem nächsten Leben suche ich mir meinen ersten Job auch in Hollywood!

Viele Grüße aus Lalaland sendet Jessica Mazur

Entrüstung wegen Viviennes erstem Filmjob
© Bild: Jessica Mazur