Endgültiges Aus für 'Verbotene Liebe'

Endgültiges Aus für 'Verbotene Liebe'
'Verbotene Liebe' © Cover Media

Nach über 20 Jahren ist nun endgültig Schluss: 'Verbotene Liebe' wird abgesetzt.

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Nach zwei Jahrzehnten

Eine Folge noch, dann zieht die ARD nach insgesamt 4664 Folgen den Schlussstrich, die sinkenden Quoten der Serie waren trotz verschiedener Rettungsversuche nicht mehr aufzuhalten.

"Die 'Verbotene Liebe' hat ein Stück Fernsehgeschichte geschrieben, indem sie früh für Toleranz in der Liebe und Akzeptanz der gleichgeschlechtlichen Partnerschaft eingetreten ist. In den vergangenen zwei Jahrzehnten hat sich bei uns gesellschaftlich einiges verändert, einstige Tabus wurden hinterfragt und sind heute vielerorts keine mehr. So wollen wir jetzt nicht das Ende der Serie betrauern, sondern auf 20 erfolgreiche Jahre voller Spannung und Emotionen zurückblicken", teilte Programmdirektor Volker Herres mit.

Den Fans dürfte dies kaum Trost sein, mussten sie doch in den vergangenen Monaten schon mit einer abgespeckten Version der Serie vorlieb nehmen. Am 2. Januar 1995 startete das Format, das bis Ende 2007 täglich 25 Minuten lang Millionen Deutsche begeisterte. Nachdem die zweite tägliche ARD-Vorabendserie 'Marienhof' eingestellt wurde, wurde 'Verbotene Liebe' kurzerhand auf die doppelte Sendezeit verlängert. Doch das Interesse der Zuschauer schwand, sodass Anfang dieses Jahres aus der täglichen eine wöchentliche Serie wurde. Immer freitags sollten die Quoten sich wieder erholen, der Plan ging allerdings nicht auf.

Morgen [26. Juni] zeigt die ARD um 18:50 Uhr nun die letzte Folge.

Seit elf Jahren war Wolfram Grandezka als Ansgar von Lahnstein dabei, der 'Verbotene Liebe' vermissen wird. "Diese Mischung aus unbegrenzten Möglichkeiten und alltäglichen Problemen, die ist einmalig", schwärmte er in einem heute veröffentlichten Interview mit dem 'Tagesspiegel'. "Das ist anders als der Kram, der sich am Einerlei der Leute orientiert. Unsere Zuschauer wollen in eine Märchenwelt mitgenommen werden, um auch mal den täglichen Schei* hinter sich zu lassen. Bei uns geht es halt nicht darum, wer die Pfandflaschen wegbringt oder die Spülmaschine ausräumt."

Cover Media

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