Eminem: Sorry, Mama!

Eminem und Spike Lee
Eminem und Spike Lee © Cover Media

Eminem (41) schenkte seiner Mutter gestern keine Blumen, sie bekam etwas viel Persönlicheres.

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Neues Musikvideo von Spike Lee

Der Musiker ('Lose Yourself') veröffentlichte am Muttertag sein neues Musikvideo 'Headlights' - eine Entschuldigung an seine Mama Debbie Mathers. In der Vergangenheit hat sich der 13-fache Grammy-Presiträger oft über seine Mutter ausgelassen und sich in Songs wie 'Cleaning Out My Closet' und 'My Name Is' sehr negativ über sie geäußert. "Verantwortungslose Sozialhilfeempfängerin" waren dabei noch einige der netteren Bezeichnungen, die er in seinen Songs für seine Mutter fand. Doch damit soll anscheinend Schluss sein. Das berührende Musikvideo scheint den Frieden der beiden zu besiegeln.

Der Clip entstand unter der Federführung des Regisseurs Spike Lee (57, 'Inside Man'). Die fünfte Single-Auskopplung seines Albums 'The Marshall Mathers LP 2' wurde aus Sicht seiner Mutter gedreht und zeigt eine Frau, die versucht, mit ihrem Sohn Kontakt aufzunehmen und alte Fotoalben durchblättert. Außerdem singt der Star: "Mama, du bist immer noch wunderschön für mich, weil du meine Mama bist" - nach all den Streitereien ein eindeutiges Friedensangebot. In dem Videoclip gibt es auch Ausschnitte aus dem persönlichen Fotoalbum des Künstlers, so dass ein besonders emotionales Werk entstand. Auf Twitter meldete sich der Musiker selbst zu Wort: "Danke Spike Lee, dass du bei dem Video Regie für mich geführt hast. Schönen Muttertag!"

Dem Oscarpreisträger stammt aus armen Verhältnissen, seine Mutter kämpfte während seiner Jugend gegen ihre Tablettenabhängigkeit. Das Leben im Rampenlicht fiel dem Amerikaner ebenfalls nicht besonders leicht und der Erfolg hatte auch viele Schattenseiten. "In meinem Kopf sind Dämonen, gegen die ich kämpfe. Ich frage mich, wie berühmt ich eigentlich bin, und was ich noch sagen darf und was nicht", versuchte er im Interview dem 'Rolling Stone'-Magazin zu erklären. Eminem wurde über Nacht zum gefeierten Superstar, als er 1999 sein Album 'The Slim Shady LP' veröffentlichte und verlor sich in Alkohol und Betäubungsmitteln, was die Beziehung zu seiner Mutter weiter belastete. "Ich sage nicht, dass ich kein Süchtiger geworden wäre, wenn ich niemals berühmt geworden wäre. Es ging mehr darum, [die Drogen] auf der Bühne zu brauchen - ich komme mit so vielen Menschen, die mich angucken, nicht klar", gab er zu. "Ich mache immer Witze darüber, dass es eine höllische Karrierewahl für jemanden ist, der Aufmerksamkeit eigentlich nicht mag."

Wie schön, dass Eminem diese Aufmerksamkeit nun nutzte, um mit seiner Mutter Frieden zu schließen.

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