Elyas M'Barek unterhält das Publikum beim 'Talk of Fame' des Innovationstags 2016 in München

Elyas M'Barek: Dieses zuckersüße Angebot schlägt er aus
Schauspieler Elyas M'Barek im "Talk of Fame" beim Innovationstag 2016 in München © Serviceplan, SpotOn
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Geld ist nicht alles

Schauspieler Elyas M'Barek (34, "Fack ju Göhte 2") - keine Frage, er war der Star-Gast beim Innovationstag 2016 der Agentur Serviceplan am Donnerstag im Haus der Kommunikation in München. Sympathisch, witzig und routiniert stand er im "Talk of Fame" Rede und Antwort. Viele Lacher erntete er vor allem mit diesen zwei Geschichten:

Teenieschwarm aus der Geburtstagstorte

Neben seinen Filmprojekten macht M'Barek auch immer mal wieder Werbung. Doch es gibt klare Grenzen: "Ich würde nicht für Alkohol werben. Und das nicht, weil ich eine Abneigung gegen Alkohol habe, sondern weil ich zumindest momentan eine gewisse Vorbildfunktion habe." Sehr viele junge Leute beobachteten sehr genau, was er so tue und von sich gebe. "Drogen mag ich ihnen nicht nahelegen", Zigaretten kämen ebenso nicht infrage und auch nicht "Pelze und so ein Quatsch", sagt der begehrte Filmstar. Auch eine Werbung für Tangas lehnte er übrigens schon ab.

Und dann gibt es da offenbar auch noch diese ganz speziellen Anfragen: "Es gibt auch immer mal wieder Anfragen von Männern, die wollen, dass ich bei der Geburtstagsfeier ihrer Tochter aus der Torte springe, und dafür auch tatsächlich sehr viel Geld bieten." Schon mal gezuckt? "Nein!", lacht M'Barek. Geld sei nicht alles.

Mit dem Sportwagen durch München

Bei der Entscheidungsfrage zwischen Ferrari oder Porsche tendierte der Schauspieler im Interview ganz klar zu letzterem Sportwagen. Und das hat einen Grund: "Vor kurzem durfte ich an einem Wochenende mal Ferrari fahren... das war eine Katastrophe", erinnert er sich. Es sei wirklich ein "tolles und wunderschönes Auto", doch als er damit durch München fuhr, wurde er an jeder Ampel fotografiert. Erst hätten alle den Wagen fotografiert, dann sei der Blick zum Fahrer gewandert, "und dann kamen sie gar nicht mehr klar; diese Verbindung war offenbar zu krass..." Sein Fazit: "Tolles Auto, aber nicht für mich!"

Eine außergewöhnliche Karriere

Doch Elyas M'Barek erzählte nicht nur unterhaltsamen Schwank aus seinem Leben, die Zuhörer erfuhren auch, wie diese Ausnahmekarriere 2001 ("Mädchen, Mädchen", "Riekes Liebe") mehr oder weniger zufällig startete: "Ich wurde von einer Casterin entdeckt, die meinen Bruder für eine Rolle besetzt hat. Sie hat mich gesehen und gemeint, ich solle doch auch mal zum Casting kommen." Und als er dann zum ersten Mal an so einem Filmset gestanden habe, habe er sofort gewusst: "Das will ich machen", erinnert sich M'Barek an den beruflichen Anfang mit 17 Jahren.

Chancen habe er sich damals übrigens nicht wirklich ausgerechnet, "weil es zum damaligen Zeitpunkt in der deutschen Film- und Fernsehlandschaft keine Identifikationsfiguren oder Rollen gab". Es sei damals "sehr unbunt" gewesen. Vor diesem Hintergrund habe er angefangen zu studieren, "BWL... ein bisschen". Pünktlich zum Vordiplom kam dann "Türkisch für Anfänger" (2006-2008) in sein Leben, jene TV-Erfolgsserie von Bora Dagtekin (37), die auch Josefine Preuß (30) bekannt machte.

Mit Dagtekin, dem deutsch-türkischen Filmemacher aus Hannover, feierte Elyas M'Barek bis dato seine größten Erfolge "Fack ju Göhte" (2013) und "Fack ju Göhte 2" (2015). In den Komödien spielt er den Lehrer Zeki Müller, dessen Herkunft nicht wirklich erklärt wird. Die Frage "Wo kommst du eigentlich her?" kennt der gebürtige Münchner österreichisch-tunesischer Abstammung aus eigener Erfahrung, wie er sagt. Er bekomme sie aber eigentlich nur noch von älteren Leuten gestellt, die jüngeren interessiere das gar nicht mehr "und das finde ich auch gut".

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