Elisabeth II. – seit über 60 Jahren Königin der Briten

Königin Elizabeth II.
Queen Elizabeth II auf einer Gala in den 1980er Jahren © picture alliance / empics, BELL RON BELL

Von Anfang an gut behütet

Königin Elisabeth II. wurde am 21. April 1926 in London geboren und am 29. Mai desselben Jahres auf den Namen Elizabeth Alexandra Mary getauft.

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Weil sie das Kind des zweitältesten Sohnes von König Georg V. war, konnte man bei ihrer Geburt noch nicht absehen, dass sie einmal den Thron besteigen würde. Ihre jüngere Schwester Prinzessin Margaret wurde 1930 geboren. Zunächst rechnete niemand damit, dass eines der beiden Mädchen Königin werden würde. Hätte ihr Onkel, der ältere Bruder ihres Vaters, Nachwuchs bekommen oder wäre noch ein Sohn zur Welt gekommen, hätten diese Kinder in der Thronfolge vor Elisabeth rangiert. Trotzdem wurde der Geburt Elisabeths, der ersten Enkelin des Königs, große Bedeutung beigemessen. In den Illustrierten waren Fotos des kleinen Mädchens zu sehen. Sie habe eine Aura von Autorität und Nachdenklichkeit, sagte Winston Churchill über die Prinzessin, als sie gerade zwei Jahre alt war.

Elisabeth besuchte keine Schule. Ihre Bildung erhielt sie bei Privatlehrern, die sie vor allem in Sprachen, Geschichte und Kunst unterrichteten. 1936 wurde Elisabeths Onkel König. Doch seine Regentschaft als König Edward VIII. währte nur wenige Monate. Als er beabsichtigte, eine geschiedene Amerikanerin zu heiraten, musste er abdanken und Elisabeths Vater übernahm die Regentschaft als König George VI. Ihre Mutter, später als Queen Mum bekannt, erhielt den Titel Königin Elizabeth. Diese Ereignisse ließen die zehnjährige Prinzessin Elisabeth plötzlich auf Platz eins in der Thronfolge stehen.

1939 verliebte sie sich in Prinz Philip. Bereits 1934 hatte sie den Prinzen von Dänemark und Griechenland zum ersten Mal gesehen. Die 13-Jährige und der Prinz begannen sich Briefe zu schreiben. Während der Kriegsjahre schlugen die Sicherheitsleute des Königshauses vor, Elisabeth und ihre Schwester nach Kanada zu schicken. Doch ihre Mutter soll darauf bestanden haben, dass die Kinder im Lande bleiben. Sie gestattete nicht, dass die Mädchen ohne sie gehen. Für die Königin stand fest, dass sie mit dem König in England bleiben würde, denn sie wusste, dass ihr Mann niemals gehen würde. Also blieb auch Elisabeth in England. In den letzten Kriegsmonaten trat sie dem Frauenkorps der britischen Armee bei und ließ sich als Lastwagenfahrerin ausbilden. Am Tag der Befreiung soll sie sich unerkannt unter die jubelnde Menschenmenge gemischt haben.

Zwei Jahre später heiratete Elisabeth Prinz Philip. 1948 kam das erste gemeinsame Kind des Paares, Prinz Charles, zur Welt. 1950 gebar Königin Elisabeth II. eine Tochter, Prinzessin Anne. Es folgten Prinz Andrew 1959 und Prinz Edward 1963. Um bei öffentlichen Auftritten in der Menge besser gesehen zu werden, gewöhnte sich Königin Elisabeth II. an, farbenfrohe Mäntel, Kostüme und Kleider mit auffälligen Hüten zu tragen.

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