Hollywood Blog by Jessica Mazur

Eine Million für Jackos Schlüpfer

Eine Million für Jackos Schlüpfer
Eine Million für Jackos Schlüpfer

von Jessica Mazur

Ich gebe zu, ich bin ein großer Fan von Online-Auktionshäusern. Schön Zuhause auf dem Sofa sitzen, nach dem einen oder anderen Designer-Schnäppchen suchen und mit freudiger Erwartung darauf hoffen, dass es am Ende heißt: Drei-Zwei-Eins-MEINS. Herrlich! Eigentlich, denn was hier in den Staaten in den letzten Tagen an geplanten Auktionen bekannt wurde, entspricht in den meisten Fällen nicht so wirklich meinem Geschmack.

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Die erste Auktion über die ich heute in der LA Times gelesen habe, hört sich ja noch ganz viel versprechend an, wenn man das nötige Kleingeld hat. Zur Versteigerung steht nämlich eine Übernachtung im berühmten Hearst Castle hier in Kalifornien. Das Hearst Castle ist heute ein Museum, gehörte aber einst der Verlags-Familie Hearst (zu denen auch Socialite und Model Lydia Hearst) gehört. Es ist u.a. bekannt durch Orson Welles Oscar gekrönten Film 'Citizen Kane' und so dermaßen groß, dass ein amerikanischer Comedien einst sagte: "Toller Platz, um Kinder groß zu ziehen. Du schickst sie zum Spielen und wenn sie wiederkommen, sind sie erwachsen." Okay, kann ich noch nachvollziehen. Sicher ein tolles Geschenk für Leute, die sonst alles haben, und davon gibt es hier in Hollywood ja genug...;-) Was ich hingegen nicht nachvollziehen kann, sind die Auktionen rund um Michael Jackson, die in diesen Tagen starten sollen und hier heute die Medien bestimmten. Anscheinend will ein Geschäftsmann aus New Jersey Dinge aus Jacksons Privatbesitz versteigern, die er während dessen Insolvenzverfahren erstanden hat. Darunter ein handgeschriebener Brief, eine halbvolle Tube bleichende Gesichtscreme UND eine getragene Unterhose. EXCUSE ME?!? Ein dreckiger Schlüpfer von Wacko Jacko? Geht's noch? Die Unterbuxe stammt aus dem Kindesmissbrauch-Prozess und ist als Beweis dafür noch mit dem original Polizeitape versiegelt. Das Mindestgebot liegt bei einer Million Dollar! Sorry, aber wer auch immer das Ding ersteigert, egal ob für einen Dollar oder eine Million Dollar, gehört meines Erachtens in die Klapse.

Doch trotz Jacksons Unterhosen Story gab es hier heute noch eine andere Auktions-Geschichte, die sogar noch einen oben drauf setzte! Die US-Medien berichteten nämlich, dass Howard Stern, ein berühmt-berüchtigter amerikanischer Radiomoderator in seiner Show die Jungfräulichkeit einer 22-Jährigen Studentin versteigern will. Das Mädel hatte die Idee, ihr 'erstes Mal' in bare Münze umwandeln, um davon angeblich ihre Studiengebühren zu bezahlen. Sie sagt: "Wir leben in einer kapitalistischen Gesellschaft. Warum sollte ich also aus meiner Jungfräulichkeit kein Kapital schlagen?" Aha, wer Sex gegen Geld eintauscht, ist also ab sofort Kapitalist,... interessant!

Nachdem diese Auktion in den Staaten verständlicherweise hohe Wellen schlug, distanzierte sich Howard Stern jetzt allerdings von der Story und gab an, die 'Kapitalistin' in seiner Show lediglich zu interviewen. Die Auktion an sich wird aber weiterhin im Internet stattfinden.

Meine Herren, dreckige Unterhosen, Jungfräulichkeit,... was ist denn da los in den (Online-)Auktionshäusern? Wenn die Gründer des englischen Sothebys wüssten, was aus ihrer Ursprungsidee geworden ist, sie würden sich sicher im Grabe umdrehen...;-)

Viele Grüße aus Lalaland von Jessica Mazur

 

Eine Million für Jackos Schlüpfer
© Bild: Jessica Mazur