Ein Sorry an die Liebste von Nico Yaryan

Nico Yaryan
Auf Nico Yaryans Debüt findet man lauter Perlen. Foto: Moraga © DPA

Es gibt diese Songs mit dem gewissen Etwas. Lieder, die den Hörer packen und nicht mehr loslassen. "Just Tell Me" von Nico Yaryan gehört dazu. Neben diesem ultra-charmanten Sommerhit hat sein Debütalbum noch weitere Perlen zu bieten.

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"Ich fühlte mich gerade sehr von meiner Fernbeziehung belastet, als ich ihn schrieb", sagt der als Sohn nordkalifornischer Hippies aufgewachsene Yaryan über das lässige, mit Melancholie bestäubte Liebeslied "Just Tell Me". "Meine Freundin wohnte in Amsterdam, der letzte Besuch war zu lang her, aber mir fehlte das Geld für einen Flug. Ich kam mir egoistisch vor, weil ich nach LA gezogen war, um Musik zu machen. (...) In diesem Song bitte ich sie also um Entschuldigung."

Dieses "Sorry" in Form von elf kurzen Tracks nervt zum Glück nie, sondern überzeugt durchweg. Auch das zumindest in der Melodieführung an den großen Marvin Gaye erinnernde "The Magic" hat genau, was der Titel verspricht - die Magie eines perfekten Popsongs. Yaryans Stimme wiederum ist nicht immer makellos (im Gegensatz zu der von Gaye), aber das Windschiefe seines Gesangs macht gerade den Reiz des Albums "What A Tease" (Partisan) aus.

Mit hübschem Westcoast- und Piano-Pop, Seventies-Soul sowie leicht verpeilter Singer-Songwriter-Musik im Beck-Stil sucht sich dieser junge Amerikaner seine Lücke im eng besetzten Retro-Feld.


dpa
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