Ein kleines Stück Strand im Zementdschungel

Robson da Lua
Die Plastiflasche ist für Spenden: Robson da Lua baut mit Sand. Foto: Anika Reker © DPA

Mitten in der belebten Einkaufsstraße Lavalle in Buenos Aires ritzt Robson da Lua kleine Fenster in ein Sandschloss. "Ich kenne auf der Welt bisher keinen anderen Verrückten, der Sandburgen in der Stadt baut", sagt der gebürtige Brasilianer.

- Anzeige -

Nach eigener Aussage kann er von seinem Handwerk gut leben, inklusive der Miete für ein Zimmer im Zentrum der argentinischen Metropole und der Ausgaben für das Material. Pro Kunstwerk investiert er umgerechnet etwa 20 Euro in Sandsäcke aus dem Baumarkt.

Eigentlich bräuchte es zwei bis drei Tage, bis eine der Skulpturen komplett fertig gestellt sei. In der Stadt sei das jedoch unmöglich. Passanten fassten die Sandschlösser an, sagt da Lua, und Erschütterungen wegen der unterirdischen Metro täten ihr Übriges. Davon lässt sich der Sandkünstler jedoch nicht beirren. Er beginnt täglich neu, sieben Tage die Woche. Seine Motivation: "Ich liebe es, die Menschen zu überraschen. Und ein kleines Stück Strand mitten im Zementdschungel erwartet eben fast niemand."


dpa
— ANZEIGE —