'Eddie the Eagle - Alles ist möglich' mit Hugh Jackman und Taron Egerton: Vom Supernerd zum Superstar

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'Eddie the Eagle - Alles ist möglich' mit Hugh Jackman und Iris Berben: Dabei sein ist alles
Taron Egerton und Hugh Jackman in 'Eddie the Eagle'

2,5 von 5 Sternen

"Dabei sein ist alles." Das Motto der Olympischen Spiele hat vermutlich nie jemand so wörtlich genommen wie Michael Edwards, besser bekannt als "Eddie the Eagle" (Taron Egerton). Als erster britischer Skipspringer nahm er 1988 im Alter von 24 Jahren an den Olympischen Winterspielen im kanadischen Calgary teil. Und obwohl er nur den letzten Platz belegte, wurde er gefeiert wie ein Superstar.

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Die ungewöhnliche Erfolgsgeschichte eines Außenseiters, der mehr wie eine Serienfigur aus 'The Big Bang Theory' aussieht als ein Sportler, basiert auf einer wahren Begebenheit und klingt zunächst vielversprechend. Doch die Umsetzung bietet trotz der unzähligen Skisprünge keine wirklichen Höhenflüge. Da hilft auch kein Hugh Jackman, der als dauerbetrunkener Trainer Bronson Peary zum Einsatz kommt, den es in Wirklichkeit aber nie gegeben hat.

'Eddie the Eagle - Alles ist möglich' mit Hugh Jackman und Iris Berben: Dabei sein ist alles
Iris Berben und Hugh Jackman in 'Eddie the Eagle'

Auch ansonsten besteht 'Eddie the Eagle' wohl mehr aus Fiktion als Fakten. So spielt Hauptdarsteller Taron Egerton seine Rolle mit so einer kindlichen Naivität, dass er einem fast schon geschlechtslos erscheint. Das kommt besonders dann zum Tragen, als er bei Annäherungsversuchen einer männerfressenden Bar-Besitzerin (Iris Berben) verständnislos und verängstigt die Flucht ergreift. Höhepunkte sucht man vergebens. Wer aber schon immer mal wissen wollte, wie Hugh Jackman bei seinem ganz persönlichen "Höhepunkt" aussieht, darf sich auf eine Orgasmus-Szene à la 'Harry und Sally' freuen.

Fazit: Erfolgsgeschichten von Underdogs, die es ganz nach oben schaffen, funktionieren in Hollywood fast immer - nur in diesem Fall leider nicht. Nichtsdestotrotz lässt die Message des Films den Zuschauer mit einem guten Gefühl zurück, denn er zeigt, was Willenskraft, Ausdauer, Disziplin und vor allem der Glaube an sich selbst bewirken kann.

Kinostart: 31. März 2016

Genre: Biopic/Komödie

Originaltitel: Eddie The Eagle

Filmlänge: ca. 110 Minuten

Darsteller: Taron Egerton, Hugh Jackman, Iris Berben

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